12 - 5 Sternenkinder, 2 Kinder an der Hand - Barbaras Weg zwischen Verlust, Hoffnung und Neubeginn
Shownotes
Barbara ist Mama von zwei Kindern an der Hand und fünf Sternenkindern.
In dieser Folge erzählt sie ihre außergewöhnliche Geschichte - von ihrem ersten Kind, mehreren Fehlgeburten, einer stillen Geburt in der 27. Schwangerschaftswoche, dem tiefen Wunsch nach weiteren Kindern und dem Weg zu ihrem Regenbogenkind.
Wir sprechen darüber, wie sich das Leben nach dem Verlust eines Kindes verändert. Über den Zusammenbruch von Urvertrauen. Über Trauer, die alles auf den Kopf stellt. Aber auch über Hoffnung, Mut und die Entscheidung, trotz allem weiterzugehen.
Barbara erzählt von der Geburt ihrer Sternentochter, von bewusstem Abschiednehmen und davon, warum diese gemeinsame Zeit trotz aller Traurigkeit auch wertvoll und schön war.
Außerdem sprechen wir über:
- Kinderwunsch nach Verlust
- weitere Fehlgeburten und die Suche nach Ursachen
- Ernährung, Hormone und alternative Blickwinkel
- Vertrauen in den eigenen Körper
- Geburtserfahrungen nach Verlust
- Mutterschaft mit Sternenkindern
- den Umgang von Geschwisterkindern mit Tod und Trauer
- Würde und traumasensible Begleitung rund um Sternenkinder
Besonders berührend ist auch Barbaras heutige Arbeit mit Sternenfamilien. Nach dem Tod ihrer Tochter fand sie einen neuen Weg über Blumen, Erde und kreatives Gestalten. Heute begleitet sie Familien dabei, Erinnerungsstücke für ihre Sternenkinder zu schaffen - Blumen für die Beerdigung, Kränze oder andere ganz persönliche Abschiedsgeschenke.
Wir sprechen darüber, warum dieses aktive Gestalten so wertvoll sein kann. Wie Eltern aus der Starre wieder ins Tun kommen. Und warum Erinnerungen schaffen oft ein wichtiger Teil des Trauerweges ist.
Wir sprechen darüber, warum Sternenmama-Sein niemals endet. Und warum das Leben irgendwann wieder schön werden darf, ohne dass die Liebe zum Sternenkind kleiner wird.
Eine Folge über Verlust. Über Liebe. Über Erinnerung.
Und über die unglaubliche Kraft, die entstehen kann, wenn wir lernen, beides gleichzeitig zu tragen: Trauer und Hoffnung.
Links zur Folge
_Hier findest du Barbara: (https://wilde-wiese.ch/)) (https://www.instagram.com/wildewiese.ch/))
📍 Instagram: (https://www.instagram.com/der.regenbogenraum/))
🤍 Kostenlose Community für Sterneneltern - der Sternenraum Du musst diesen Weg nicht alleine gehen. Im Sternenraum findest du andere Mamas, die verstehen, was du trägst - und meinen Kurs „Verbindung zum Sternenkind, denn die Liebe will bleiben" (kostenlos dabei). (https://alfima.com/michaela_kapfer/sternenraum))
🌈 Persönliche Begleitung für Sternenkindmamas: Wenn die Angst die Vorfreude überschattet und du jemanden brauchst, der wirklich versteht, was in dir vorgeht. Der Zwischenraum - für die Kinderwunschzeit Der Regenbogenraum - für die Folgeschwangerschaft Der Regenbogenelternraum - für die Elternschaft mit Sternen- und Regenbogenkind (https://alfima.com/michaela_kapfer))
Zusammen wird der Weg leichter ♡
Transkript anzeigen
00:00:02: Herzlich Willkommen im Regenbogenraumpodcast.
00:00:05: Ich bin Michaela, selbst Mama eines Sternens und eines Regenbornkindes – außerdem systemische Therapeutin und Dula!
00:00:13: Und dieser Podcast ist für dich wenn du nach einem Verlust, Wiederhoffnung und Vertrauen finden möchtest.
00:00:20: Herzlich willkommen wieder im Regengogenraupodcast.
00:00:24: heute habe ich wieder eine Interview-Partnerin bei mir die Barbara oder auf Die Wilde Wiese wie sie auch Sie nennt und du bist, ja wir sind zusammengekommen weil sie von über einen Beitrag über einem Post von mir wo ich gefragt habe.
00:00:40: Bist du eben auch Sternenmama?
00:00:41: Und da das ist etwas entstanden, weil ich das eben so oft erlebe dass aus dieser eigenen Betroffenheit gibt es ganz viele die dann auch was anbieten für Sterne-Kind-Mamas.
00:00:52: und dann hab' ich dich einfach gefragt ob du mal in meinem Podcast
00:00:55: kommst.
00:00:56: Ich hab mich gefreut!
00:00:57: Schön, dass du da bist Baumerei freue ich auf
00:01:00: Danke.
00:01:01: Was sollen wir denn über dich wissen, um dich so ein bisschen kennen zu lernen?
00:01:06: Ja also mein Name ist Barbara und ich wohne in der Schweiz.
00:01:09: Jetzt haben wir gerade gesprochen.
00:01:14: Genau!
00:01:15: Ich habe zwei Kinder hier bei mir und fünf Kinder im Himmel.
00:01:20: Und ja hab selber einen Schnittblumenbetrieb.
00:01:26: Ich baue selber meine Schnittbloomen an und verarbeit auch nur die, die ich anbaue.
00:01:30: Und ja, ich glaube das sind so.
00:01:34: Ich bin seit wie lang sind wir?
00:01:36: Ja, sechsundzwanzig Jahre zusammen mit meinem Mann.
00:01:38: Schön!
00:01:39: Genau und ich glaube es sind die wichtigsten Eckdaten, würde ich sagen.
00:01:46: Ja, schön.
00:01:49: Du hast ja schon gesagt eben du bist Sternenmama von fünf Kindern im Himmel und zwei Kinder hast du an der Hand.
00:01:55: Was ist da so ein Stück Mitnehmen in deine Geschichte?
00:01:59: Also, bei uns war ganz früh klar.
00:02:01: Wir haben uns mit sechzehn kennengelernt, dass wir Kinder wollen und ganz viele Kinder wollen am liebsten.
00:02:06: Ich habe es ein bisschen anders vorgestellt als das dann gekommen ist.
00:02:10: Aber es war schon allgemein nicht ganz leicht schwanger zu werden.
00:02:14: Also ich hab relativ lang bei der ersten Schwangerschaft schon gebraucht meine Tochter.
00:02:19: Damals kam's mir sehr lange vor.
00:02:20: Es waren dann elf Monate bis ich schwanger war.
00:02:25: Und ja da ist alles eigentlich ganz unauffällig gelaufen, war ganz eine entspannte Schwangerschaft.
00:02:31: Zumindest von meiner Seite.
00:02:32: Ich glaub die Ärzte waren manchmal so ... Sie fanden immer, sie ist zu klein und so.
00:02:37: Aber sonst insgesamt war es alles gut.
00:02:40: Und sie ist auch normal geboren.
00:02:43: Dann bin ich ein Jahr später wieder schwanger geworden und hab das Kind dann in der neunten Woche verloren.
00:02:51: Und dann auch wieder ungefähr vielleicht so ein halbes Jahr später bin ich dann noch mal schwanger geworden, hab's in der zehnten Woche verloren.
00:03:01: Ich glaub bei den zwei Schwangerschaften war es tatsächlich so, dass ich noch irgendwie ... Ja, da war es eher noch so.
00:03:09: ein Gefühl von vielleicht war irgendwas nicht in Ordnung oder ... Also, klar hat sie mich getroffen und ich hab auch keine Ausschreibung gehabt.
00:03:19: Ich hab bei allen gewartet bis sie von allein abgegangen sind zu Hause.
00:03:24: Genau!
00:03:25: Und ... war ich noch zumindest so vor meinem Gefühl zwar schmerzhaft, aber noch nicht so ganz genau.
00:03:36: Also da war die Erklärung?
00:03:38: Genau.
00:03:38: Wahrscheinlich waren sie vielleicht eben nicht lebensfähig.
00:03:41: Genau.
00:03:44: Und
00:03:44: dann bin ich kurz überlegt, weil hier sind zwölf Schwanger geworden nochmal und das war dann ein Mädchen Da bin ich bis zur siebenundzwanzigsten Woche Wanger gewesen.
00:04:04: Und bin aufgewacht in der Früh und der erste Gedanke war es bewegt sich nicht mehr, das war so mein, also Grad in den Tag würde ich mal sagen.
00:04:14: Ich war in der Schwangerschaft allgemein einfach extrem müde und habe irgendwie viel geschlafen und viel war sehr... Also ist mir ganz schwer gefallen irgendwie so wirklich wach zu werden.
00:04:26: Irgendwie hab ich den ganzen Tag dann so gedacht, ja das ist jetzt halt irgendwie vielleicht macht der Kopf da jetzt durch oder irgendwas.
00:04:33: Aber ich war schon sehr angespannt und habe viel in mich reingehört und bin in die Badewanne mit meiner Tochter.
00:04:40: Also wollte auch nicht irgendwie da gleich die Panik dann irgendwie so überswappen lassen.
00:04:47: Dann hab' ich sie am Abend ins Bett gebracht und hab' mich noch eine Weile auf dem Bauch gelegt einfach zum wirklich irgendwo mal ne Regung spüren.
00:04:55: Wo mein Mann dann heimkam, habe ich gesagt, wir müssen mal zur Hebamme fahren.
00:05:01: Dann sind wir zu meiner Hebammel gefahren und dann hat sie schon gesagt, sie hört keine Herztöne oder mal ins Krankenhaus weiter schicken.
00:05:09: Und dann sind wir ins Krankenhause gegangen.
00:05:12: Ich glaube für mich war das dann tatsächlich einfach wie noch eine Bestätigung, aber es gibt Bissen.
00:05:18: Genau, ein Wissen war für mich schon daran.
00:05:19: Für meinen Mann war es dann eigentlich so der Moment ... Er hat davor immer gesagt, hey, jetzt wart doch mal ab und vielleicht schlägt's einfach oder so irgendwie genau.
00:05:27: Und wo es dann soweit war, dann war irgendwie für ihn, glaub ich, so der große Zusammenbruch im Krankenhaus.
00:05:35: Und dann wollte ich nicht gleich das Kind kriegen.
00:05:41: Ich wollte gern noch Zeit haben, mich zu verabschieden hier.
00:05:48: Das ist tatsächlich schwieriger gewesen.
00:05:50: Es wäre eine Hausgeburt gewesen und meine Hebamme hat aber gesagt, zu Hause begleitet sie keine Todgeburt?
00:05:55: Ja, ich glaube gerade so im zweiten Trimester dann kann mit dem Zentra was auf schwierig sein.
00:06:01: Dann war ich irgendwie völlig im Zwiespult weil ich gemerkt habe, boah für mich stimmt das mit Krankenhaus wie gar nicht.
00:06:09: Und dann war es ebenso dass die im Krankenhaus zuerst gesagt, ja du hast alle Zeit der Welt und lass dir Zeit.
00:06:18: Aber dann eigentlich jeden Tag angerufen und gesagt, wann ich denn jetzt endlich komme?
00:06:21: Und es wäre jetzt schwierig.
00:06:22: Wenn ich das so lange noch hätte ... Ich habe für mich gemerkt, hier ging das alles viel zu schnell.
00:06:32: Was war die Begründung von Klinikseite?
00:06:35: Weil dir ging's gut.
00:06:36: Es waren keine Anzeichen, dass irgendwas in den Ordnung wär.
00:06:40: Sie haben gefunden, dass man sich vielleicht vergiftet oder
00:06:44: Ja gut, so dieser Mythos der man manchmal so ein wenig rumführt.
00:06:48: Genau
00:06:49: und ich habe aber gemerkt, ich mag mich wie nicht so drängen lassen, aber nach drei Tagen haben sie dann gesagt also jetzt wäre ihre Grenze erreicht irgendwie die, die sie so mittragen können und haben mir diese Medikamente mit nach Hause gegeben wo... Also die!
00:07:03: Ich weiß nicht genau, was es macht.
00:07:04: Die Momone sagt halt, dass man nicht mehr schwanger ist sozusagen.
00:07:08: Okay also das natürlich die Wehen dann losgehen?
00:07:11: Genau.
00:07:12: aber das war für mich tatsächlich auch wirklich schwierig weil ich halt allein daheim war.
00:07:16: zum einen und zum anderen irgendwie hat keiner was dazu gesagt.
00:07:21: ich habe damals gefragt weil es noch von meinem... ich hab gesagt was werden jetzt wenn das Kind noch leben würde einfach so von meinem.
00:07:28: Ich weiß, es ist unrealistisch vom Gedankengang her aber einfach so von meinem Herz her war das irgendwie meine Sorge.
00:07:34: was passiert denn wenn's jetzt doch noch?
00:07:36: und dann haben sie damals gesagt ja dann wärs E tut also dann wäre es E schon rum.
00:07:40: Wenn
00:07:40: ich die Medikamente nehmen würde und dann habe ich diese Tabletten genommen hab eh schon recht gehadert damit so.
00:07:46: Ich glaube einfach weil ich noch nicht soweit war ich hätte wahrscheinlich einfach mehr Zeit gebraucht.
00:07:51: Und was für mich am schwierigsten wo drüber auch keiner gesprochen hat.
00:07:56: Die Gebärmutter zieht sich dann wie zusammen oder kontrahiert ja schon so ein bisschen, dann hat's mir aber das Baby immer nach vorne geschoben
00:08:03: und
00:08:04: dann hab ich gedacht es bewegt sich also.
00:08:06: dann ist mir völlig panik durchgegangen in meinem
00:08:09: Kopf
00:08:10: weil ich dann gedacht habe ach du schau jetzt hab ichs umgebracht
00:08:14: genau.
00:08:14: und dann kam aber meine Hebamme nochmal und hatte es irgendwie alles mit mir noch mal gesprochen und da hatte ich so das Gefühl, dass wie ein bisschen wenig Gedanken dazu überhaupt.
00:08:28: Zum einen was man selber noch bewegt und zum anderen war es auch im Körper von der Frau dann noch passiert.
00:08:34: Dass man wirklich gut aufgeklärt wird, genau sowas nicht passiert.
00:08:40: Am nächsten Tag bin ich dann ins Krankenhaus und auch da fand ich es eher schwierig für mich.
00:08:47: Die Hebammen waren toll, die Ärzte waren recht ... abgeklärt, würde ich mal sagen.
00:08:56: Also das war dann eher so ja warum eine wassergeburt ist wie wir es ja schon tot und also müssten mir doch jetzt nicht so einen Aufwand da machen.
00:09:05: und wenn dann irgendwas ist, dann kommt man nicht dran.
00:09:09: Und da habe ich aber wirklich die Hebamme, die da war, die waren unheimlich... mit fühlen, hat gekämpft wie so eine Löwin da.
00:09:15: Das fand ich
00:09:17: super.
00:09:17: Ja Gott sei Dank!
00:09:19: Genau und ich hatte dann auch ne Wasser gebohrt und sie hat auch keinen Graf dazu geholt.
00:09:23: eigentlich war ich für mich allein mit meinem Mann.
00:09:25: Und
00:09:28: die hat das wirklich ganz liebevoll mitgetragen.
00:09:33: Genau und dann ist sie eben am fünfundzwanzigsten Mai geboren ja auch danach.
00:09:41: Geld ist es jetzt ja, zwölf Jahre her oder?
00:09:46: Für dreizehn Jahre hier.
00:09:48: Dann ... wir durften sie eben nicht mit nach Hause nehmen.
00:09:53: Es war
00:09:54: einfach das Krankenhaus gesagt, nee, das geben Sie nicht raus.
00:09:56: und gleich nach der Geburt kamen die Bestatter da hab ich überhaupt nicht damit gerechnet.
00:10:01: zwar dann irgendwie auch so wie machen wir das jetzt?
00:10:03: und sag oder wie zack?
00:10:05: Also sehr schnell alles, quasi
00:10:07: so
00:10:08: wenig Zeit gegeben.
00:10:09: Ganz
00:10:10: wenig Zeit.
00:10:10: also es war wirklich wir hatten sie vier Stunden und dann bin ich ambulant nach Hause da mussten die sich schon dalassen im Sarg und weg und dann war das schon erledigt sozusagen irgendwie und glaubt daran habe ich am längstens so geknabbert dass ich mir
00:10:25: ja
00:10:26: genau und da war tatsächlich für mich der erste Moment wo ich so... also ich hab ein gelernte Gärtnerin eben wo ich damit in Berührung gekommen bin, dass ich einfach für das Grab Sachen gemacht
00:10:40: habe.
00:10:41: Dass ich so Nestchen irgendwie noch gemacht hab.
00:10:43: Die hatten zwar dann nur für mich Bedeutung weil ich ja irgendwie keinen... Also wir haben dann später auch die Asche nach Hause gekriegt in so einem Urinbecher?
00:10:52: Das weiß ich noch.
00:10:53: Nein!
00:10:54: In nem Urinbächer.
00:10:56: Da fällt Ihnen nichts Besseres an.
00:10:58: Nein,
00:10:58: wirklich und das ist mir so eingefahren wo ich gedacht habe Geld es ging alles so schnell und dann ist dafür noch nicht mal gesagt in der Größe gibt's keine Urnen und brauchen wir noch nicht.
00:11:07: Du
00:11:08: gibst doch trotzdem wenn sie eine kleine Holzschachtel aber doch irgendetwas was ein bisschen würdevoller ist?
00:11:14: Genau
00:11:14: da hab' ich gemerkt da ist noch so wenig irgendwie den Gefühl dafür da Und wo ich das dann eben im Krankenhaus angesprochen habe, auch mit der Ärztin.
00:11:23: Dann hat sie gesagt ja aber es ist ja eh also eine Woche vorher wäre es sowieso noch so entsorgt worden.
00:11:28: Also die war wirklich, wo ich so gedacht hab.
00:11:31: Okay!
00:11:32: Es ist schon ein weiter Weg für irgendwie Achtsamkeit
00:11:38: und ...
00:11:39: Ja uns hat so beides gell?
00:11:40: Ich glaub manchmal manche Frauen, die ich dann auch kennengelernt hab, die haben eher auch so einen Stress gehabt dass das Kind solange da oder im Bauch vielleicht noch ist.
00:11:48: Das glaube ich wahrscheinlich auch sehr individuell wie jemand, der sich wünscht.
00:11:51: Also vielleicht eher nicht so der Wunsch jeder möchte es noch bei sich haben, sondern manche sagen auch einfach, ich will's lieber weckern oder nicht mehr.
00:11:58: Den
00:11:59: Impuls haben ganz viele sogar, weil diese Vorstellung ... Man kann es eben kaum vorstellen, dass das Baby länger tot im Bauch bleibt.
00:12:07: Genau.
00:12:08: Das haben ganz viel diesen Impuls.
00:12:10: Ich finde es ganz schön, dass bei dir eben anders war, dass du im Glock sagt hast, nein, ich mag bewusst Abschied nehmen und mir Bewusstsein nehmen Von dir aus, die herausgekommen ist.
00:12:21: Wenn eine Begleitung dahingehend hattest du ja eher nicht, dass dir jemand bestärkt hätte oder das Gegenteil?
00:12:27: Das ist so!
00:12:30: Ja und ich glaube für mich ist ebenso einfach was Sterben allgemein betrifft habe ich denn also wie soll ich sagen also ich glaub grundsätzlich klar ist es dann nur nach Hülle.
00:12:41: irgendwie für mich zumindest und irgendwo ist ja die Seele noch... noch da.
00:12:47: Und trotzdem war es irgendwie auch für mich einen Abschied nehmen von allen Vorstellungen, die ich halt hatte oder die man sich freut oder was man gedacht hat.
00:12:57: Wir
00:12:57: waren kurz vorm Urlaub und ich wusste wir gehen ans Meer und es waren alles so Sachen wo ich gemerkt habe, jetzt muss man das weh loslassen.
00:13:05: Auch sich als Schwanger zu sehen.
00:13:06: Ich wusste nicht... Also nach dem Stand schon die dritte Hallo, eine Schwangerschaft war, wusste ich gar nicht.
00:13:12: Wird das überhaupt noch mal oder werde ich nochmal schwanger und so?
00:13:16: Und auch danach habe ich gemerkt, also auch mit Milch ein... Also ich bin nicht mit Milcheinfluss kamen und da war ich überhaupt nicht.
00:13:23: Ich hab' auch dann nicht darüber nachgedacht, dass wenn man heimgeht, dass dann...
00:13:27: Und bist du da nicht vorbereitet?
00:13:29: Nee!
00:13:29: Keiner was gesagt, dann habe ich... vom Gedanken, ich habe ja schon ein Kind gehabt.
00:13:34: Hätte man es erahnen können?
00:13:35: Aber dann stand ich dran und hab so gedacht, jetzt hast du das!
00:13:41: Und das holt ja auch wieder Emotionen hoch, wie beschäftigt mit all dem was der Körper macht.
00:13:46: Du hast noch Wochenfluss und all die Sachen, die halt so dazukommen.
00:13:50: Ja genau, alles.
00:13:51: Nur kein
00:13:51: Kind überhaupt.
00:13:54: Genau.
00:13:57: Ich habe tatsächlich danach Ich war, ich bin eben ambulant dann ja heimgegangen.
00:14:04: Und hab dann in der Nacht ... hatte ich dann immer.
00:14:07: wieso ... Kannst nicht genau sagen, ich weiß nie ob das der Schock war oder die Medikamente ist.
00:14:11: Ich habe auf jeden Fall einfach immer so ... Wieso gedacht jetzt werde ich ohnmächtig?
00:14:17: Oder hab einfach immer gezittert und wie eine Panikattacke eigentlich permanent.
00:14:24: Die Hebamme hat immer gesagt, ihr geht doch noch mal ins Krankenhausen.
00:14:28: ins Krankenhaus.
00:14:28: Und dann kam sie und hat noch mal kurz gemessen, aber auch gesagt, sie glaubte eher, dass das die Mischung aus Medikamente und Schock und so war.
00:14:36: Aber auch da irgendwie, dass da keiner so ... ja, irgendwie ein bisschen mal drüber gesprochen hätte.
00:14:44: Ich glaube, es hat's mir leichter gemacht, wenn ich vorher gewusst hätte, so'n bisschen was alles kommen kann
00:14:49: oder was
00:14:51: dabei sein könnte oder was mein Körper auch macht in der Zeitgeld.
00:14:56: Weil dadurch, dass das also mein jetzt hatte ich schon drei Tage.
00:14:59: Ich denke mir dann immer wenn es Wenn du weißt dass dein Kind gestorben ist und dann geht es sofort los und wird eingeleitet und dann kommt der ganze Die Litanei.
00:15:07: das hätte mich wahrscheinlich einfach völlig überfordert.
00:15:11: genau Ja genau.
00:15:13: und dann bin ich auch wieder, ich glaube ein halbes Jahr später schwanger geworden.
00:15:20: Es hat gar nicht so lange gedauert eigentlich?
00:15:22: Nee,
00:15:22: gar nicht lang gedauerte aber dann...
00:15:23: Der Wunsch war trotzdem weiterhin so groß.
00:15:26: das gesagt hab es, nein wir probieren noch mal den Schritt durchs inmutig.
00:15:30: Genau
00:15:31: und dann habe ich's in der dreizehnten Woche verloren.
00:15:36: Und drei Monate später nochmal dann auch in der Dreizehnte Woche.
00:15:39: Wahnsinn!
00:15:40: Gute das denn irgendwie mal so ein bisschen hinterfragt und angeschaut, also gab es da irgendwie einen Grund?
00:15:50: Also nach dem fünften Baby haben wir dann die ganzen Tests machen lassen bei ihm.
00:15:55: Und bei mir.
00:15:56: Uns kamen bei allen nichts raus.
00:15:59: Dann hat meine Frau ein Ärztin irgendwann gesagt sie weiß leider auch keinen Rat mehr.
00:16:04: Sie würde mich gerne an eine Kollegin weiterleiten, die mit bioidentischen Hormonen arbeitet.
00:16:11: Dann bin ich zu der hin und dann hatte ich ganz andere Tests.
00:16:16: Da ging es dann irgendwie um zwei Monate lang, alle zwei Wochen habe ich dann Blut abgenommen gekriegt für verschiedenste Hormonspiegel und ich weiß gar nicht was die da manche im liegen, manche mit Ruhepause, manch im Dunkeln und zwar ganz viele verschiedene Sachen wo ich Ja, dann gedacht habe ich so danach kommt jetzt irgendwie was raus.
00:16:34: Ja klar!
00:16:35: Die Hoffnung ist ja doch, dass man irgendwie eine Erklärung kriegt, das man irgendwie versteht und dass wir halt da noch etwas machen können.
00:16:42: Genau.
00:16:42: Dass man Reis hätte.
00:16:43: Das machen wir jetzt und dann
00:16:44: klappt es.
00:16:44: Dann haben wir das so irgendwie genau.
00:16:46: Und
00:16:47: dann waren die ganzen Tests rum und dann hat sie zu mir gesagt hey ja also es tut ihr leidend?
00:16:53: Sie muss mir sagen der Hormonpegel sind alle superes alles ganz gut.
00:16:57: aber sie hätten den anderen verdacht Ich soll die nächsten vier Monate keinen Gluten, kein Kuhmilch und kein Zucker
00:17:08: essen.
00:17:10: Weil das Einzige was sie finden ist einfach wie immer leichte Entzündungswerte im Darm so dass ich irgendwelche Unverträglichkeiten oder auch der Markus zum Beispiel Allergien, der hat Heuschnupfen und so.
00:17:22: Und er hat gesagt wenn der Körper halt wie permanent mit irgendwelchen entzündungswerten beschäftigt ist kann es einfach auch sein hat wie keine Kapazität für neues Leben.
00:17:35: Genau, dann habe ich das so gemacht und nach drei Monaten war ich schwanger und mein Sohn kam auf die Welt.
00:17:40: Wohin sind?
00:17:42: Und
00:17:43: hab die ganze Schwangerschaft so weiter gegessen, also ich hab mich dann fast nicht getraut, er sehrt dann immer gesagt, ich kann schon wieder ein bisschen... Ja
00:17:50: ja aber das machen wir dann nicht, na das glaube ich!
00:17:54: Dann bin ich einfach dabei geblieben.
00:17:55: Und zwar wirklich die ganz entspannte Schwangerschaft, es war überhaupt kein Problem.
00:18:00: Ich wäre im Leben nicht auf so eine Lösung gekommen.
00:18:04: Also woher?
00:18:05: Das hat man echt gar nicht auf dem Schirm.
00:18:08: Sie hat dann damals zu mir gesagt dass sie glaubt das für die nächsten Generationen immer ein größeres Thema wird.
00:18:14: Einfach dadurch, dass Lebensmittel immer verfügbar sind nur aus unserer Region und Unverträglichkeiten, Allergien höher gehen.
00:18:22: Das
00:18:22: stimmt ja.
00:18:23: Ist das
00:18:23: einfach irgendwie was wo sie sagt?
00:18:25: Wo auch Ärzte noch lernen müssen dass das wie Zusammenhänge haben kann?
00:18:29: und Sie hat es eben relativ häufig.
00:18:31: hat sich gemeint in Ihrer Praxis, dass es
00:18:33: nicht
00:18:33: in der Konstellation genau.
00:18:37: ich habe inzwischen auch eine Freundin die bei ihr war und auch aus dem Grund dann schwanger geworden ist nach drei Abgängen.
00:18:46: Das ist echt, warum weiß man das nicht?
00:18:48: Weil ich glaube, es waren ja viele Frauen dann betroffen.
00:18:51: Könnte sein, hat sie gesagt.
00:18:52: Aber
00:18:52: das Problem
00:18:53: ist im Moment noch gar keine... Also zum einen, dass sich der komplette Ärztestand eigentlich überhaupt nicht mit Ernährung befasst.
00:19:01: Also weil er noch nicht mal in Studium berührt wird immer noch nicht.
00:19:04: und sie haben einfach gesagt schon allein Hormone und Ernährungen sind wie das Trennbares.
00:19:08: alles was du zu dir nimmst hat Einwirkungen auf die Hormonen, die du hast Und als Frau ist das auch so ein Gleichgewicht deshalter sehr Genau, im Spiel ist.
00:19:17: Wahnsinn!
00:19:18: Du brauchst dann wieder wirklich wen der sich auf dich spezialisiert hat?
00:19:21: Genau.
00:19:22: Ernährung, Hormone... Ja
00:19:24: genau und ich habe ja während den letzten zwei Schwangerschaften zum Beispiel auch immer Progesteron-Creme und so das gekriegt.
00:19:35: oder Gelb, Körperhormon oder ich weiß nicht was das noch war.
00:19:37: Das ist Schössprogesterung glaube ja.
00:19:39: Genau.
00:19:40: und dann da war dann trotzdem kein Unterschied.
00:19:44: der Symmelschwein hat nichts ausgemacht weil bei mir es war ja nicht das Schwanger werden war ja wie nicht das Problem sondern dass
00:19:49: stimmt
00:19:50: genau.
00:19:53: Ja, und so war das.
00:19:54: Jetzt haben wir zwei Kinder danach.
00:19:56: Hätte ich wahrscheinlich noch ... Wir gern ein noch.
00:19:59: Wahrscheinlich noch eins.
00:20:01: Mein Mann hat aber gesagt, nee er ist für ihn es.
00:20:05: Okay.
00:20:05: So sein
00:20:05: Maß erreicht an dem was für ihn herzensmäßig möglich ist.
00:20:09: wenn's jetzt nochmal schief gehen würde.
00:20:11: Das wird ja nicht.
00:20:13: Kann man auch verstehen?
00:20:14: Voll!
00:20:15: Aber wie wars für dich dann?
00:20:17: Die Schwangerschaft.
00:20:21: Also Ich war nicht mehr beim Frauenarzt.
00:20:29: Also ich habe eine Hausgeburt gehabt, eine ganz unkomplizierte und tatsächlich nur bei der Hausgeburtshebarmel.
00:20:35: Ah ja also ganze Vorsorge alles
00:20:38: über Bord geworfen sozusagen was man an Technik noch so hätte machen können
00:20:43: weil
00:20:44: Bei der Mittlerin, also bei der Schweinerschaft, die stillgeblend ist.
00:20:48: Da war es dann so dass ich zwei Tage vorher den großen Ultraschall hatte und zwar alles super.
00:20:53: Ich habe danach einfach gedacht ja das ist alles nur eine Momentaufnahme.
00:20:58: So sehr man sich wünscht die Kontrolle zu halten.
00:21:00: Ich glaube man hat einfach keine Kontrolle.
00:21:02: Man
00:21:02: kann
00:21:02: sich dem hingeben und irgendwie hoffen dass alles gut geht.
00:21:06: aber eigentlich haben wir's nicht im Griff ob jetzt was... passiert oder nicht.
00:21:10: Und ich habe damals für mich beschlossen, dass ich zum einen mehr meinem Gefühl vertrauen möchte ob alles okay ist weil das hat mir damals einfach auch deutlich gesagt, ob es gut war oder nicht.
00:21:24: und das war tatsächlich also bei meinem Sohn und beim Ersten und beim Letzten war das immer so, dass sich das Gefühl hatte hey ja Ist alles gut, genau.
00:21:39: Und schon bei den anderen zwei war es von Anfang an immer so ein bisschen.
00:21:47: das ich gemerkt habe fühlt sich irgendwie immer ein bisschen unruhig an in mir und auch bei der Todgeburt meiner Tochter was so dass ich immer das Gefühl hatte ich hab wie eine... also ich fühl sie so wenigstens für mich ist es irgendwie wie ganz ein zartes Band nur so von meinem Gefühl her.
00:22:09: Und die Hebamme hat immer gesagt, nee es ist alles super und ich habe dann eher an mir gezweifelt warum spüre ich sie nicht so gut oder
00:22:14: warum?
00:22:19: Ja manchmal hab' ich dann so gedacht hey ja eigentlich habe ich's schon immer gut gespürt ob das passt oder nicht und bei meinem Sohn war es tatsächlich um die Zeit rum also um die siebenundzwanzigste Woche war für mich fast am schwierigsten.
00:22:32: der Anfang Ja, dann war es so ein bisschen, wo ich manchmal total nervös war.
00:22:37: Und dann hat mein Mann gesagt, keine Schau ist doch alles gut bewegt sich, sei das so.
00:22:43: Da war dein Mann weniger ängstlich oder?
00:22:46: Ja, der
00:22:47: war das sehr entspannt irgendwie und die Hebamme war wirklich eine ganz tolle auch, die war... Ihr habt einfach eher viel darüber gesprochen was halt emotional passiert gelb wenn man sowas hinter sich hat und was einen so umfen umrührt hält oder was alles hochkommt, weil es hat ja so... Also für mich zumindest.
00:23:05: Ich weiß nach seiner Geburt, was mir da fast ein bisschen gefehlt hat und was mir so leid getan hat aber irgendwie das Hochgefühl, weil's hat beides gehabt, der Schmerz um die Kinder, die nicht dabei waren.
00:23:19: Es hat das Gefühl gehabt von Betrügung, wenn ich mich jetzt freue über das Kind, es hat das Gefühle gehabt von warum kann ich mit ihm das alles haben?
00:23:28: Mit den vorherigen
00:23:28: Nichts
00:23:30: Es sind ja so viele Dinge, die da mit rein spielen.
00:23:33: Wo ich manchmal auch gesagt habe,
00:23:35: oh Gott!
00:23:35: Und was kommt das für ein Baby rüber?
00:23:37: Wenn ich jetzt da so ... Ich hab ganz fest immer mit Ohnmacht gekämpft.
00:23:45: Also nach der einfach-so-ich-glaube aber auch psychisch.
00:23:47: Das hat irgendwie auch immer wieder etwas Ähnliches angeschubst wie nach dieser Todgeburt und ich hatte dann ganz vielen im Kreislauf so Mühe gehabt dass ich wirklich kaum hochgekommen bin oder wach geworden.
00:23:58: Weil ich gemerkt habe, es kommt schwarz so Sternchen.
00:24:02: Das ist auch was mit dem Rechnet man oft?
00:24:04: Mit der Intensität dann.
00:24:07: Und da hat sie ganz viel ... Die war wirklich denn die kam dann immer und hat zu Körpermassagen gemacht dass ich wieder bei mir ankomme und so hat das einfach aber auch thematisiert, dass das auch okay ist wenn das hochkommt.
00:24:20: Ja, auch nur zeigt das man ja die anderen auch geliebt hat und dass man mit fühlt.
00:24:24: Und dass man wünschiger hat für die Kinder und so.
00:24:27: Genau!
00:24:28: Das hat lang für mich so gedauert würde ich sagen.
00:24:35: Auch da habe ich oft so irgendwie... Ich hatte dann eben auch so ein bisschen eine spezielle Trauerbegleitung, die dann irgendwie gesagt hat, es wäre ja mehr meine Entscheidung Ob ich jetzt einfach wieder die Alte bin oder ob ich... Ach so.
00:24:52: Genau, also dass das in meiner Hand liegt, ob ich jetzt wieder die Mut, weil ich immer gesagt habe, ich traue so ein bisschen um die Mama, die ich war bei meiner Tochter.
00:25:00: Einfach dieses völlig unbedarfte Da hab' ich mir noch gar keine Gedanken und keine Sorgen.
00:25:05: Nicht einen Ding in der Schwangerschaft mehr überlegt.
00:25:07: Einfach weil es noch nicht erlebt und keiner spricht drüber So.
00:25:12: Und dann hat sie immer gesagt, ja aber ich hab das in meiner Hand, ich kann mich einfach entscheiden wieder die Mama zu sein.
00:25:16: und ich habe dann immer gedacht oh Gott wie mach' ich denn das?
00:25:18: Wie denk' ich?
00:25:20: Genau!
00:25:21: Weil dann müsste ich ja wie die Erfahrungen, die ich gemacht hab.
00:25:24: Das geht ja gar nicht.
00:25:25: Ja genau.
00:25:26: Und da hab ich auch wieder so mit mir gehadert die ganze Zeit weil ich gedacht hab, aber wenn ich sie doch sein kann, dann müsste es doch irgendwie so genug rollen dass ich wieder... Und irgendwann hab ich gedacht hey so ein Scheiß, ein Liedermacht-Erfahrung in dem Leben Das trägt
00:25:41: natürlich.
00:25:42: Es ist ja klar.
00:25:43: Und es ist eben einfach nicht eine verlorene Seite, sondern einfach ne andere, gell?
00:25:47: Es ist nicht mehr ganz so leicht und nicht mehr gar so unbedarfd...
00:25:51: Ja das ist ja, sagt man ja auch manchmal so dass mit so einem Kind was man verliert also ein kleiner Teil von einem selber wirklich stirbt und dann ist noch nie mal die gleiche.
00:26:01: Also es verändert
00:26:02: ja tiefgreifend.
00:26:03: Total!
00:26:04: Und ich hab manchmal gedacht, es hat sich für mich angefühlt wie Sterben.
00:26:07: Ich glaub mein Arter war damals meine Tochter?
00:26:11: Also vom Gefühl her war sie die warum ich nicht gehen wollte aber wo mein Kind gestorben ist wäre ich gern auch gestorbt.
00:26:16: Es hat einfach so weh getan dass ich gedacht habe mir das halte ich nicht ein Leben lang.
00:26:20: Genau wie soll's weitergehen?
00:26:21: Genau
00:26:23: und jeder drum rum bewegt sich ja noch mal weiter und deine Welt steht einfach still für lange Zeit.
00:26:28: Ja genau
00:26:34: Wahnsinn.
00:26:36: Krasse Geschichte, was es da durchhalten muss jetzt aushalten musste.
00:26:40: also unvorstellbar und umso größer ist wahrscheinlich dieses Glück und dieses Wunder mit diesem Sondern an der Hand, dass diese beiden eben da sind.
00:26:50: Genau das letzte.
00:26:57: Was würdest du sagen?
00:26:59: Sternenkinder auch verändern.
00:27:00: Das ist dieser ganze Weg, diese Erfahrung als Mama, als Mensch?
00:27:07: Also ich glaube für mich der wesentliche Teil mit all dem war das ich gemerkt habe.
00:27:11: Für mich ist ganz viel belanglos geworden danach Ganz viele Diskussionen oder so.
00:27:18: Ich hab manchmal habe ich es nicht ausgehalten wo ich gedacht habe über was kam er für ein Scheiß kann man sich breiten oder beschäftigen.
00:27:26: Ja, im Verhältnis dazu war ganz vieles banal.
00:27:29: Auch was mein Mann und ich angegangen ist, wo ich gemerkt habe, hey es ist so scheißegal Hauptsache wir haben's gut miteinander und irgendwie...
00:27:39: Ich
00:27:40: glaube Vieles ist wirklich rutscht in Hintergrund.
00:27:42: Vieles nicht mehr wesentlich und dafür ist das dann Nähe- und Familie.
00:27:50: Die Dinge reduziert wieder aufs Wesentliche, würde ich sagen für mich genau.
00:27:58: Ich glaube, es hat so beides gehabt.
00:28:00: Für mich tatsächlich habe ich mich danach viel angefangen mit Tod zu beschäftigen oder mit Sterben oder mit Stärbeprozessen, hab inzwischen auch eine Ausbildung angefangen als Sterbebegleitung genau und gedacht, ich hab das grundsätzlich irgendwie ... war das schon oft in meinem Leben.
00:28:21: Ich hab lange auf dem Friedhof gearbeitet als Friedungsgärtner und hab damals weiß ich noch, wo ich in der Ausbildung war, weil für die Kindergräber habe mit den Kinderwählern viel, waren wir da zuständig, wie man das aushalten kann.
00:28:35: Das hab' ich auch immer so gedacht, gell?
00:28:37: Und dann irgendwann selber kommt man in diese Situation und dann denkt
00:28:40: man ja...
00:28:42: Auf der anderen Seite glaube ich aber auch dass es manchmal unfassbar ist, was man alles aushält und was draus werden kann.
00:28:52: Dass das nicht nur ein Ende ist sondern eben auch manchmal einen Anfang von Dingen.
00:28:57: oder ich denke deswegen gehen auch viele die das erlebt haben in irgendeiner Richtung dahin weil es dir manchmal auch den Weg zeigt und man weiß halt ich kann das und ich habe das geschafft und ich kann anderen da auch etwas mitgeben.
00:29:14: Und manchmal habe ich so gedacht, es ist einfach Schade für mich ein bisschen dass das soweit aus unserem Leben rausgerutscht ist.
00:29:21: Es ist wie nicht mehr tot ist einfach sowas außen vor?
00:29:27: Ja total
00:29:27: gar nicht mehr irgendwie in der Gesellschaft so dass man damit überhaupt weiß wie umzugehen.
00:29:33: also ja oder auch dass man so viel früher hat.
00:29:37: Es gab auch Bewahrbarungen daheim.
00:29:39: Und dann kamen die Leute noch vorbei und konnten sich verabschieden, und es war irgendwie noch im Leben mit dabei.
00:29:45: Ich habe gemerkt damals hat mich fast am meisten gestresst so die Leute drumherum, dass keiner mehr weiß wie damit umgekehrt.
00:29:53: Ja, was sagt man?
00:29:53: Was sagt man nicht.
00:29:55: Genau oder wer bricht schon an der Tür gleich in Tränen hinaus und du denkst mal hey dafür habe ich keine Kraft!
00:30:00: Ich mag jetzt nicht deins noch mittragen oder aufgestülpt kriegen oder so
00:30:04: irgendwie oder dich trösten
00:30:07: an der Türe sondern ich möchte einfach
00:30:09: irgendwie...
00:30:10: Und auch jeder möchte sehr anders Geld.
00:30:11: Die einen wollen ganz viel darüber sprechen, mein Mann hat dir unheimlich das Bedürfnis, das zu teilen und ich überhaupt nicht!
00:30:16: Ich habe ihn dafür dann zu jedem Bäcker um Metzger geschickt weil man sich für Woche weiß natürlich auch jeder, dass du schwanger bist und ich hab gedacht, dann spricht mich keiner an sondern kann er das einfach...
00:30:26: Macht's eher, was ihm Ego tut, gell?
00:30:28: Genau.
00:30:30: Aber ist ja gut und Hauptsenk so abgehend abgesprochen wäre.
00:30:33: Wer braucht was, wer übernimmt was.
00:30:40: Ja, so.
00:30:41: Ich glaube auch für uns die Gespräche, die ist zu Hause dann mit meiner Tochter oder so zu sehen wie Kinder in so noch einen natürlichen Verhältnis dazu oft stehen.
00:30:50: Die machen das so... ja?
00:30:54: So viel besser als viele Erwachsene!
00:30:56: Ja
00:30:56: wirklich.
00:31:00: Ganz großer Lehrmeister gewesen.
00:31:02: Auch
00:31:02: dass
00:31:03: sie damit durchgegangen
00:31:06: ist.
00:31:06: Die können einen da echt überraschen, gerade wenn die Prägung noch nicht da ist.
00:31:11: Also wir sind ja alle so geprägt, naja, über Tote spricht man nicht, das findet nicht zur Stadt.
00:31:17: Das war bei uns in der Annegros mitgenommen worden und ich glaube genau deshalb haben wir ja das Problem in der Gesellschaft auch mit diesen toten Babys dass da alle völlig überfordert sind und keiner weiß wie geht es gut damit um?
00:31:28: Und
00:31:29: das ist wirklich ein großes Problem und Kinder überraschen einen da.
00:31:34: Bei uns war es ja, unser erstes Kind ist ja gestorben und dann kam ja unsere Tochter und sie weiß von klein auf dass sie den großen Bluder hat
00:31:41: und die
00:31:42: geht da auch so toll damit um.
00:31:44: also
00:31:45: immer wieder überraschend wann er hier wieder einfällt oder in welchen Momenten kommt wieder sein Name?
00:31:51: Das trifft einem manchmal selber so unvorbereitet Schön, weil für sie es ist, das ist Haltung.
00:31:58: Das ist der große Bruder und er passt auf uns auf und hat eine ganz besondere Rolle in ihrem Leben auch.
00:32:04: Ja,
00:32:05: das sind wir uns immer wieder so, wo's dann aus dem Nichts kommt, wo du denkst, ups!
00:32:12: Genau von beiden, also von meiner Tochter wie von meinem Sohn.
00:32:18: Weil die haben nach wie vor spielen die eine Rolle.
00:32:20: Jedes
00:32:21: Kind
00:32:21: hat seinen Platt in der Familie, ob es da ist oder nicht.
00:32:25: Ja
00:32:25: und das Spannende für meine Tochter ist ganz klar sind die alle da und für mein Sohn ist es manchmal wäre ich denn da wenn sie nicht da also wenn alle geblieben wären.
00:32:35: Hätte ihr den sieben Kinder bekommen?
00:32:37: Oder wäre ich dann gar nicht auf der Welt?
00:32:40: Das sind auch Gespräche wo ich am Anfang manchmal gedacht habe wahrscheinlich nicht.
00:32:44: Wahrscheinlich wäre er nicht da wenn Sie gebliebene werden.
00:32:49: Wie geht man damit um?
00:32:52: Wer weiß, wie es ist?
00:32:54: Genau.
00:32:55: Ja, kommen bei uns auch mal kennen wir.
00:32:57: Sie wäre auch nicht da, wenn er gekommen wär und ich sage immer das ist unser Geschenk.
00:33:04: Er hat uns sie geschickt quasi und er konnte nicht bleiben aber dafür hat er uns dann sie geschikt.
00:33:10: Ich glaube, da findet man immer einen guten Umgang und es ist immer etwas wesentlich besser als wenn man es verschweigt.
00:33:15: Weil die spüren das ja, die wissen das gar nicht.
00:33:17: Einesfalls
00:33:19: auch für
00:33:19: dich selber nicht.
00:33:20: ich glaub dass es aber auch ungerundes auf Dauer, wenn man das irgendwie für sich innehalten muss oder und auch für die Kinder, ich glaube auch sie können gut damit umgehen, wenn Man sagt hey vielleicht wärst du nicht da, wenn Sie so wären?
00:33:30: Aber eben scheinbar war's ja so geplant, dass Du bei uns bist und genau dass wir die Kinder damit ja auch irgendwie mitnehmen weil das ist ihnen beschäftigt sehr.
00:33:37: trotzdem Wenn man dann das einfach abtut und sagt, klar wärst du da oder was auch immer.
00:33:43: Dann hat es ja Auswirkungen für ihn gelten.
00:33:45: Und das spüren die auch ob's so wäre oder nicht?
00:33:50: Wir haben oft gesagt, dass wir froh sind, dass er da ist.
00:33:55: Auch wenn das andere Schmerzhaft war, dann ist es trotzdem so, dass Du hast ja
00:34:04: so ein bisschen gesagt, deinem Mann hat es geholfen drüber zu sprechen.
00:34:07: Was hat dir in der Trauer geholften?
00:34:11: Tatsächlich möglichst viel für mich sein wollte ich einfach überhaupt nicht sprechen.
00:34:16: Also ich habe dann eben noch drei Tage zum Beispiel auch Mitbauch gehabt.
00:34:22: Das habe ich gemerkt das war schon sehr heilsam einfach noch irgendwie so wirklich da Abschied nehmen können.
00:34:28: für mich in Ruhe und Ja, einfach das würdigen die Schwangerschaft und die Zeit.
00:34:33: Das hab ich sehr gebraucht.
00:34:35: Für mich wäre es wirklich zu schnell gewesen, wenn's gleich hinkommen müssen so.
00:34:40: Und was mir wirklich sehr geholfen hat waren ... Die Freunde, die Familien, die einfach gekommen sind, die nichts gesagt haben, die nur gesagt haben.
00:34:49: Es gibt keine Worte, ich drück dich mal, ich stell dir den Essen hin.
00:34:52: Ich bleib mit deiner Tochter.
00:34:56: Super!
00:34:58: ihr ein bisschen Normalität geschenkt hat, weil ich war einfach wie nicht ansprechbar ganz lang.
00:35:04: Genau.
00:35:04: und die sie mit auf den Spielplatz genommen hat, die sie abgeholt hat für kurz mal einen Ausflug oder so irgendwas... Oder Leute, die einfach gesagt haben, hey!
00:35:12: Ich denke heute an dich eine SMS, wir haben ja viele Freunde auch in Deutschland einfach nur eine kurze Nachricht geschickt haben, gar nicht gesagt haben wollen wir telefonieren oder irgendwie so sondern...
00:35:21: Das braucht man eh nicht mehr sehen, sondern wenn man weiß hätte, denkt wer an mich, gell?
00:35:28: Ja.
00:35:29: Meine Mama war wirklich ganz, ganz viel da und hat viele meine Tochter wie übernommen und ist einfach auch Haushalt geholfen machen.
00:35:38: Im Alltag einfach.
00:35:40: Genau.
00:35:41: Ganz schlichte Dinge die einem so schon zuviel sind wo man es hier gekommen aufraffen kann zum irgendwas nochmal machen genau.
00:35:49: Und bei mir war's dann so dass ich irgendwann Weil ich gemerkt habe, dass so viele Leute einfach irgendwie so schwimmen wie sie mit uns umgehen sollen oder nicht wissen was sie sagen sollen.
00:35:59: Oder überhaupt wenn sie dich getroffen haben am besten schon noch gedacht dann
00:36:03: komm ich jetzt die Straßenseite!
00:36:07: Um das Gespräch zu entgegen, genau hab ich dann einfach einen Brief geschrieben an alle geschrieben, wie es uns geht.
00:36:19: Wie die Schwangerschaft war und wie die Geburt war aber dass wir trotzdem vor haben einfach irgendwann wieder ruhig leben zu können um ganz normal damit umzugehen.
00:36:28: Aber im Moment ist das einfach schwierig und dass sie nicht die Fragen überhaupt sich überlegen müssen sondern dass sie da mitgenommen waren.
00:36:37: Und auch weil für mich was ich immer nur sagen kann die die Schwangenschaft und die Gebur von meiner Tochter die dann gesprochen ist.
00:36:46: Die war also auch die Geburt, das war so schön und ich hab mich verbunden gefühlt und getragen gefühelt... Ich habe gemerkt, dass es fast ein bisschen geschmerzt hat.
00:36:57: Jeder mal sagt Gott, das muss der Schrecklichste gewesen sein was du je erlebt hast.
00:37:01: Nein, war's nicht sondern zwar mit einer der prägendsten Momente in meinem Leben genauso wie eine wunderschöne Geburt.
00:37:08: Ja.
00:37:08: Die ich
00:37:09: zumindest überwiegend konnte, ich konnte nicht daheim sein aber ich konnte es selber auf die Welt bringen, ich konnte mich verabschieden.
00:37:15: Ich habe sie noch bei mir gehabt und hat eben nicht nur Schreckliches und den Teil glaube ich den vergisst man irgendwie gern.
00:37:23: Und klar holt dich auch der Alltag wieder ein sobald du zu Hause bist.
00:37:26: aber in dem Moment war es schon was ich schwer erzählen konnte, weil die meisten irgendwie eher Mühe damit hatten wenn es nicht das Schrecklichste ist.
00:37:34: Was ein passiert ist so.
00:37:37: Wenn man's nicht selber erlebt hat, man kann sich das nicht vorstellen dass beides nebeneinander existieren können
00:37:42: und dass man lachen kann und dass wir sich austauschen können.
00:37:44: auch das ist glaube ich etwas was wirklich für mich mit am meisten mir mitgegeben hat sodass Dass das eben beides sein darf und dass es alles Raum hat.
00:37:55: Und sich wieder erlauben darf, irgendwann fröhlich zu sein.
00:38:01: Wenn man mal wieder lacht, wenn einfach was Lustiges passiert... Genau!
00:38:07: ...dass man deswegen nicht weniger an das Kind denkt oder nicht weniger... Dass es ein Vergessen ist oder was auch man jetzt ja auch so die Sorge, weil man gar nicht genau weiß, was mache ich damit jetzt irgendwie?
00:38:20: Mehr, weil es einfach so nah beieinander liegt.
00:38:25: Und trotzdem ist das eben dann so heilsam wenn man's schön erlebt.
00:38:30: Wenn man erlebt
00:38:30: hat mein Körper konnte das, mein Körper hat dieses Kind zur Welt gebracht.
00:38:34: Das macht ja auch so viel mit einem.
00:38:39: dann war es so da, und dann war's so Realität an einem.
00:38:44: Also wenn man da keine Ahnung vielleicht noch mit vollen Akkusien ist das Kind weg und du siehst das vielleicht gar nicht mehr oder keine Ahnung sehr unvorstellbar.
00:38:53: Und ich habe so Angst ja trotzdem vor der Geburt.
00:38:56: Ich hab so gedacht oh Gott wie überlebe ich das?
00:38:59: Dann aber zu merken... Genau, man kann das und man kann sich verabschieden.
00:39:03: Man kann es halten.
00:39:04: Und man kann altes noch mal sagen oder hinbrechen ans Kindle, was man so teilen wollte.
00:39:11: Ja, und das ist
00:39:12: für die Männer manchmal das Gefühl.
00:39:14: War noch spannend weil die Hebamme hat damals zu mir gesagt, siebzig Prozent der Frauen kommen alleine entbinden.
00:39:20: Tatsächlich?
00:39:24: Oh wow!
00:39:27: Sie finden das so schlimm, weil dann die ganzen Männer einfach oft sagen, hey, das schaffe ich nicht oder so.
00:39:32: Aber sie nehmen sich auch wie den Moment, dich völlig verabschieden zu können, weil sie sind ja schon ein Stück weiter weg einfach nochmal.
00:39:40: Und ich glaube, dass solche Dinge ihr was ist, was man irgendwann bereut?
00:39:43: Genau, das glaubt...
00:39:46: wäre ich noch mitgegangen.
00:39:47: Genau, weil
00:39:48: es ist wie die einzige Chance.
00:39:49: Also bei uns war's jetzt dann nur nicht mal so dass wir es irgendwie noch bei uns haben konnten oder so und dann denke ich mir dann hätte das vielleicht noch nicht einmal gesehen.
00:39:56: Ja
00:39:56: genau, genau!
00:39:57: Und das ist ja so wichtig.
00:39:59: Wahnsinn,
00:40:00: wahnsinn.
00:40:01: Mein Gott...
00:40:02: Ja auch als Frau dann allein da?
00:40:05: Ja und das muss die Partnerschaft heute erst wieder verkraften.
00:40:10: Das musste schon, also ob du dich da nicht im Lüftig gelassen fühlst oder?
00:40:14: Genau.
00:40:18: Aber schön dass das so erlebt habt, positiv zu heißen, dass du in der Zeit gehabt hast Fotos gemacht wahrscheinlich oder?
00:40:26: Also damals gab es tatsächlich bei uns noch keine Sternenfotografen genau.
00:40:32: haben wir
00:40:33: ein paar gemacht, genau.
00:40:34: Wir haben auch eine Kerze dabei gehabt.
00:40:36: ich habe auch so Nestchen dabei gehabt eben aus Blumen und so was sie drin lag.
00:40:41: Jetzt haben wir dann noch mit den Sack rein.
00:40:45: Ja, genau die anderen vier sind ja bei mir daheim also die hab' ich ja alle zu Hause dann geboren sozusagen.
00:40:52: Was du kraftvoll bist zum Gehten immer, gell?
00:40:55: Also das waren ja auch alles kleine Geburten intensiv.
00:41:01: Und haben sie dir dann bei euch zu Hasebofer geraten?
00:41:03: Genau, die
00:41:04: haben alle im Platz
00:41:05: gebaut.
00:41:07: Aber wir sind schön!
00:41:09: Die sind bei euch.
00:41:10: und wie viele haben wir OP...
00:41:13: Ich glaube das war eine Sorge tatsächlich.
00:41:15: Das war schon bei meiner Tochter, die Plazenta dazu kriegen war wirklich schwierig.
00:41:21: Bis wir gefragt hatten, hatten Sie die eigentlich schon entsorgt.
00:41:25: Ich möchte die mit nach Hause nehmen.
00:41:26: wenn ich das Baby nicht mitnehmen darf, möchte ich zumindest sehen Sie müssen jetzt noch mal schnell schauen, wohin.
00:41:34: Gut!
00:41:36: Aber ja... Es ist einfach echt
00:41:38: schon... Ja weil es ist alles was von diesem Kind und du möchtest ja so viel wie möglich davon behalten, wenn's die Platte hinter ist.
00:41:47: Verstehe ich.
00:41:49: Das ist
00:41:49: wirklich noch spannend gewesen, was sich so tut.
00:41:52: über die letzten Jahre habe ich schon das Gefühl gehabt, dass hat sich noch viel zum Positiven gewandelt, was das angeht.
00:42:01: Ein großes Feld gilt.
00:42:03: Es
00:42:03: geht in die richtige Richtung, aber es darf sich noch mehr tun.
00:42:09: Aber klar wird viel gemacht und gibt viel mehr Unterstützung, viel mehr Aufklärung.
00:42:16: Und trotzdem habe ich immer wieder Frauen-Mamas mit Geschichten, wo ich mir denke das ist ein langer Weg.
00:42:24: überhaupt das einfach öffentlich mehr bekannt ist, weil ich habe oft so gedacht oder das merke ich auch bei meiner Arbeit.
00:42:30: Ich meine solange du nicht betroffen bist willst du dich nicht damit befassen dass ein Kind sterben kann?
00:42:34: Ja und dann auf der anderen Seite wenn es dann soweit ist dann sind die Infos so minimal.
00:42:40: Du hast ja eigentlich keine Kraft, in dem Moment dann zusammenzusuchen.
00:42:44: Bei dem her müssten die Hebammen und die Ärzte einfach so gut aufgeklärt und aufgehoben sein dass sie alles an der Hand haben um das weiterzuleiten.
00:42:50: Genau!
00:42:51: Und wird
00:42:52: oft nicht gemacht.
00:42:53: Leider nein.
00:42:55: Ja, und das ist wirklich manchmal traurig.
00:42:58: Ich bin vor Ort in Passe aber im Sternenkindverein.
00:43:01: Und den hat die Liebe Jasmin gegründet.
00:43:03: Die ist auch Sternekindmama
00:43:04: Abdullah
00:43:05: und Krankenschwester.
00:43:07: Und die hat eben auch das so schlimm gefunden dass man nicht alle Infos bekommt.
00:43:14: Dass man nicht sofort abgeholt wird und irgendwen zur Verfügung bekommt.
00:43:18: Irgendwer ihn an die Seite gestellt bekommen und deshalb hat sie dann den Verein gekründet.
00:43:22: Und eigentlich begleiten wir wirklich ab Diagnose.
00:43:25: Wir würden auch die Geburten begleiteten, wir würden genau diesen Prozess so dieses, hey welche Optionen hast du?
00:43:30: Dieses Hey!
00:43:31: Du schaffst das und es ist okay erstmal abzuwarten.
00:43:34: Ja.
00:43:35: Die wenigsten Ärztinnenkliniken eben ganz aktiv den Flyer weiter rufen uns an.
00:43:43: also ich habe noch keine einzige Sternenkindgeburt begleitet weil wir bisher ... wir werden nicht dazu gerufen.
00:43:49: Genau.
00:43:50: Das ist tatsächlich echt auch Bestattungswesen,
00:43:53: z.B.,
00:43:53: auch was für Möglichkeiten es da alles gibt oder überhaupt ... dass da eine Offenheit eben eigentlich in gewisser Weise das Tod wieder mit als Thema auf ins Leben.
00:44:06: Das sind die zwei Dinge, die die ganze Menschheit verbindet, oder?
00:44:09: Jedes Sorge hier wird geboren und stirbt irgendwann.
00:44:12: Die zwei Dinge egal um.
00:44:13: keiner von uns weiß wann der Moment ist.
00:44:15: Und umso mehr muss man das einfach Nicht als Entgegner, sondern Teil vom Leben mit dazunehmen.
00:44:22: Stimmt.
00:44:26: Dann wäre es nicht so ein Überfall in dem Moment, dann hätte man vielleicht auch mehr Möglichkeiten.
00:44:33: Aber wir haben hier Krankenhäuser, die sich weigern, was auszugeben oder Sternenfotografen dazu zu rufen?
00:44:39: Wirklich.
00:44:41: Sie denken,
00:44:42: warum?
00:44:43: Es ist für die nicht mehr auffahren.
00:44:45: Keine Kosten.
00:44:47: Die machen das alle ehrenamtlich und es gibt ja nichts Wichtigeres für die Eltern als diese Erinnerungen.
00:44:53: Genau.
00:44:54: Das kostbarste.
00:44:56: Und einfach
00:44:57: nicht allein sein auch irgendwie Geld, dass jemand da ist der das liebevoll begleitet weil ich glaube das Schlimme ist nicht oder mit nicht gewesen.
00:45:08: Nicht ganz so einfach, aber grundsätzlich ist nicht nur der Tod das was mich so umgerührt hat sondern schon auf der Würdelose also eben der Pieselbächer wo die Arsch drin kommt und all diese Dinge.
00:45:18: Das sind die Sachen die es einfach erschweren.
00:45:20: Die machen das noch viel schlimmer als wenn jemand sich dem liebevoll zuwendet und sagt ja.
00:45:28: Und das macht Zonenunterschied wie man begleitet wird.
00:45:31: auch dass die Babys Bei der Wärmelampe, wenn die hingelegt werden, dass man die Wärmellampen einschaltet.
00:45:38: Genau!
00:45:39: So was.
00:45:40: oder dass sie auch dann später eine Windel anbekommen.
00:45:43: Also so wirklich diese Würde einfach, also das die ganz vorsichtig getragen und berührt werden, als wäre es hier dieses Baby.
00:45:54: Ja, genau.
00:45:57: Oder auch dass man manche Dinge akzeptiert wie jemand etwas haben möchte... Kurz vor den Presswien kam die Ärztin nochmal und hat gefragt, ob wir nicht doch so eine Obduktion machen wollen.
00:46:08: Sie würden da gerne helfen und rein von wissenschaftlicher Seite würde das viel.
00:46:12: Ich habe es schon zweimal gesagt, ich will das nicht.
00:46:15: Aber in diesem Moment...
00:46:16: Ja!
00:46:17: Und dann hast du gedacht, ich hau dir das Ding gleich um die Ohren wirklich.
00:46:21: Die Krankenschweste, die Hebamme hat sie dann rausgeschickt und hat gesagt ja ist es irgendwie nicht der passende
00:46:26: Moment jetzt.
00:46:26: Ja überhaupt nicht.
00:46:27: Genau
00:46:28: und so die Momente, da hab' ich so gedacht auch da irgendwie klar Wissenschaft alles schön und gut.
00:46:35: aber in dem Moment Geht's eben mehr um die Trauer, um all die Dinge wo du nicht noch mal vielleicht irgendwie dauernd von der Seite irgendwas reingedrückt haben willst.
00:46:46: Ja und du warst unter Geburt?
00:46:47: Da war doch grad was anderes wichtig.
00:46:49: Man
00:46:50: möchte ja gar nicht denken eigentlich.
00:46:51: Du wirst in deiner Place irgendwo sein Und davon derseite glaube ich ist noch ein weiter Weg.
00:47:02: also was so das medizinische angeht habe ich es gefühlt als schon auch viel Luft Ja, definitiv.
00:47:08: Und einfach diese emotionale Begleitung und dass das für die Frauen nicht Alltag ist.
00:47:12: Man findet nie.
00:47:13: vielleicht, es ist Alltag, wir haben das schon oft erlebt aber diese Frau erlebts vielleicht gerade zum ersten Mal.
00:47:20: Das wird glaube ich oft dann vergessen mit der Zeit.
00:47:23: Das
00:47:23: ist so, das ist...
00:47:25: Ja
00:47:26: genau, bei dem her auch schön was du machst, ich finde sehr
00:47:32: Ja, auch nur dank meinem Sohn.
00:47:34: Sonst wäre ich ja auch bestimmt nicht hier, wie es eben so ist.
00:47:39: Aber das ist ein guter Einstieg zu deiner Arbeit!
00:47:42: Weil du machst da jetzt eben auch was bestellen, Kindeltern.
00:47:46: Magst du darüber etwas erzählen?
00:47:49: Was bittest du an?
00:47:51: Bei mir ist es ebenso, dass ich keinen Blumen laden, sondern ich habe ja nur einen Atelier und für mich war Ich glaube, die Arbeit als Gärtnerin und grundsätzlich in die Richtung immer was sehr... ich glaube so die Basis auch davon das ich gesagt habe.
00:48:09: Ich möchte wie nicht die letzte Schwangerschaft viel Begleitung und so.
00:48:13: Das ist irgendwie also sehr in Kreislaufen.
00:48:15: es ist einfach eine Kreislaufarbeit.
00:48:17: Es ist Aufgehen, Erblühen und Vergehen.
00:48:23: Ist es einfach immer ein Kreislaub.
00:48:27: Dinge, die man in der Natur unheimlich gut lernen kann kommen.
00:48:32: Und nach jedem Winter kommt ein Frühling und all diese Sachen auf die man sich so ganz grundsätzlich verlassen kann.
00:48:37: egal wie scheiße der Winter war,
00:48:39: es kommt
00:48:39: ein Frülling.
00:48:41: Es geht einen auf oder einen ab in der natur genauso wie im Leben und ich glaube die Hoffnung ist es gibt nur einen auf und das ist eben nicht so.
00:48:49: Für mich war das mein größter Grundsätzlich mal immer.
00:48:53: Das war meine Arbeit in der Erde.
00:48:55: Meine Arbeit mit einfach meinen Händen eine Aufgabe gegeben.
00:48:58: nach der Zeit, war für mich wirklich existenziell wichtig.
00:49:03: So dieses irgendwas tun können und daraus ist dann eigentlich ... Also ich hab lange selbstständig gearbeitet.
00:49:12: Ich hab lang auch Schnittblumen angebaut und irgendwann, wo wir hier das Haus gekauft haben und das Land dazu, dann war für me irgendwie ganz klar dass sich so das Sternenkind Projekt irgendwie ins Leben rufen möchte, wo Familien kommen können und können einfach entweder nur für sich daheim, einfach nur für ihren Platz den sie haben.
00:49:30: Für ihr Kind.
00:49:31: oft ist es ja so was jemand dahein irgendwo ein Plätzchen hat oder was angerichtet hat oder wo die Asche vielleicht noch steht oder wo man einfach dran denkt in Fotos oder was weiß ich?
00:49:41: Wo man da etwas machen kann für sein Kind und Trauerarbeit mit dabei ist genau.
00:49:46: oder auch für die Beerdigung selber mithelfen.
00:49:48: Die Blumen machen für Beerdigungen.
00:49:49: Ja, super!
00:49:50: Genau.
00:49:51: Und oft ist dann einfach noch so Trauerarbeit mit dabei, würde ich sagen.
00:49:58: Manchmal gibt es den Herzritual und das gibt einfach Sachen wo man selber ein Kranz bindet irgendwas mit Duft und irgendwas mit... Ja und da kommt ja auch immer Gespräch mit dazu.
00:50:10: Manche wollen sprechen, manche wollen nicht.
00:50:12: deswegen habe ich irgendwann eben auch die Ausbildung angefangen
00:50:15: mit
00:50:15: Sterbebegleitung oder Trauerbegleitungen.
00:50:17: Einfach, dass es gut gehalten ist und nicht ... Ja, ich glaub für mich war's schon auch gut persönlich.
00:50:24: Es gibt bestimmt Leute, die das früher können.
00:50:26: Für mich war es gut, die ersten zehn Jahre nach den fünf verlorenen Kindern einfach zu haben zum meinen Schmerz und meine Trauer damit gut anschauen, bevor ich irgendwie mit Menschen da arbeite.
00:50:41: Weil ich's Gefühl gehabt hätte, ich glaube vorher Das ist dann doch auch noch mal... Also mein berührbar bleibt man ja trotzdem gelb und weit, aber trotzdem noch.
00:50:49: Und das ist ja denke ich auch völlig in Ordnung.
00:50:51: oder dass man sich doch mal zu Training gerührt fühlt.
00:50:53: Auch das ist
00:50:53: normal.
00:50:54: Na klar!
00:50:54: Das passiert mir auch ständig.
00:50:55: Genau.
00:50:56: Ja, und es darf auch sich die Frage kommen.
00:50:59: Aber was ist wenn man da weinen muss?
00:51:01: Dann weint man weinen.
00:51:02: Genau, ich glaube es geht nur darum, dass man demjenigen nicht seins mit überstülpt, dass wir
00:51:06: nicht völlig alt
00:51:07: sind.
00:51:08: Dass man das trotzdem trennen kann meine Geschichte, deine Geschichte eben mit fühlt aber nicht so sehr, dann mit leidet und mit heimnimmt.
00:51:21: Und das ist aber auch.
00:51:22: ich merke also es wäre für mich schön wenn's noch mehr wird einfach weils tatsächlich halt auch angewiesen ist da drauf dass es entweder ein Krankenhaus weiterleitet oder eine Hebamme weiterleitet oder einen Frauenärztin Krux, weil das ist auch keiner will oder bestattet.
00:51:42: Auch die wollen nicht zwingend immer dass noch jemand also die verdienen natürlich auch dran wenn jemand schon mit Blumen kommt und alles macht als wenn jemand selber seine Blumen macht für sein Kind.
00:51:53: Und auf der anderen Seite erlebe ich es als was sehr Gelb für ein Baby das kommt und das auf der Welt bleibt.
00:51:59: da kann man eine Decke nähen und man kann irgendwie einen Zimmer streichen und man Kann etwas vorbereiten.
00:52:04: und für mich war's wirklich meinen Händen irgendwas zu tun eben des Fürdes kind.
00:52:09: Das
00:52:11: ist wirklich was schaffen, Selbstwirksamkeit erleben.
00:52:15: Und aus der starre... du kommst aus der völligen Starre von ich kann nichts tun.
00:52:20: Ich kann gar nicht tun da kommst du raus und kannst einfach wie damit umgehen.
00:52:24: Und das andere, was ich eben so schön finde an den Blumen die bei uns wachsen und die ich ja selber anbau ist einfach es ist auch jedes Jahr Jahreszeit.
00:52:33: Es ist nicht eine Rose, die bei unseren vielleicht nie ist sondern es ist vielleicht Milchstern der einmal im Jahr in Mai blüht.
00:52:39: Bei mir ist es der der am Wegesrand wächst und wo ich jedes Jahr sehe hey du da war die Zeit und ich erinnere mich an dich und das sind so kleine kleine Erinnerungen dem Alltag dir immer wieder begeben weil's einfach sehr saison
00:52:52: Ja, genau.
00:52:53: Und das sind ja dann so Symbole wieder für die Kinder und es ist auch wieder was, was halt gibt.
00:52:57: Das
00:52:58: ist sehr so.
00:52:59: Es ist auch wie ein Teil von Kreislaufseins nämlich mit rein in den Kreislaufen werden und vergehen.
00:53:07: Wie erlebst du denn die Paare, die kommen?
00:53:09: Die eben ins Tun kommen... Was erlebst Du da?
00:53:14: Auch da dass es hauptsächlich die Mamas sind Ich würde mal sagen, überwiegend die Frauen.
00:53:23: Und das ist sehr unterschiedlich.
00:53:25: auch da ist, gell?
00:53:25: Die einen, die da sehr eintauchen und ganz für sich sein wollen und gar nicht viel gesprochen haben wollen.
00:53:33: Es gibt Leute, die erzählen erst die ganze Geschichte und wollen, dass man so viel wie möglich von dem Kind weiß.
00:53:40: Und ich erlebe es eben genau als der ... dass aus der Stare kommen ist für mich.
00:53:47: Du merkst, so am Anfang ist es noch sehr angehalten und sehr manchmal ängstlich panisch.
00:53:55: Und das darf man nicht vergessen.
00:53:57: Es ist ein großer Mutgeld zu jemanden, den ich nicht gehen kann in einer Situation wo ich so offen bin und so verletzlich.
00:54:06: Ich glaube, das muss man sehr achtsam auch bei dir ja nichts anderes sehr begleiten Ja, einfach gut mithalten tragen.
00:54:18: Und auf der anderen Seite erlebe ich es oft so dass in den Stunden wo sie da sind wo es dann das ist sich löst und dass es sich sehr... Ja eben, es gibt was zu tun und ich kann's mitnehmen für mich, ich kanns auch Skrab legen, ich kannst zur Beerdigung mitnehmen Ich kann nicht schön, ja Einfach das, ihr könnt es verbrennen wenn es getrocknet ist Auch das du kannst was du möchtest genau raus machen und das ist schön.
00:54:42: Und ich glaube, es macht schon einen Unterschied.
00:54:44: Wenn die einfach wissen hey du hast was Ähnliches erlebt.
00:54:48: Das hilft viel.
00:54:49: Ich
00:54:51: glaube
00:54:51: aber auch dass es tatsächlich auch wichtig ist in irgendeinem Blick zumindest tot in irgend einer Form vielleicht schon mal erlebt so das man gut mitspült.
00:55:02: Ich glaub's ist immer ein Unterschied zwischen erlernt und Er spürt.
00:55:06: Allerdings habe ich auch fast nicht erlebt, dass in dem Bereich wenn jemand mit Tod oder mit Sterben arbeitet das ist fast gar kein Berührungspunkt zu einem selber gibt.
00:55:14: Das ist
00:55:15: selten.
00:55:16: Ja, ich glaube so kümmern sie nicht wirklich in diese Richtung.
00:55:20: Genau!
00:55:23: So wertvollen also es klingt so schön und ich liebe ja auch diese Art dieses ebenso wilde und einfach selbst gepflückte und wenn das nicht so perfekt rapiert.
00:55:34: Und dann noch in dieses, ich weiß nicht wie dieser Schaum heißt?
00:55:36: Ja.
00:55:37: Ganz schrecklich!
00:55:40: Einfach dieses natürliche, das ist auch absolut meins.
00:55:43: Und ja sowas gibt es bei uns gar nicht also wüsste die gar nicht ob sowas bei uns gibt.
00:55:48: Ich glaube dass es noch ganz selten kann man vorstellen.
00:55:51: Also ich habe noch niemand kennengelernt sonst.
00:55:55: Ich
00:55:55: weiss
00:55:56: eine Freundin oder bekannte die durfte mithelfen bei der Beerdigung von ihrem Ruhrpapern in der Gärtnerei, aber halt so im Normalen würde ich mal sagen.
00:56:03: Ich weiß jetzt nicht das war schon dann eher für den Sackstand.
00:56:07: Aber ich glaube auch sie hat es als sehr heilsam empfunden genau.
00:56:13: dieses Instum kommen und dieses Erinnerungen schaffen.
00:56:18: Wir machen das auch ganz oft über den Verein, wenn wir diese treffen haben – also wir haben regelmäßige Treffen -, dass man fast immer irgendwas gestalten, irgendwelche Erinnerungsstücke dann wieder und eben dieses Instuum kommen.
00:56:29: Und während man was tut, kümst der oftmals erleichter wieder ins Gespräch.
00:56:33: Genau!
00:56:34: Weil sich die Anspannung einfach löst.
00:56:36: Es ist nicht mehr so dieses Stande sondern wird
00:56:38: es wieder ein
00:56:40: bisschen flüssiger.
00:56:42: Ich mache ganz gern vor Ort, wenn ich Beratungen habe also zu egal welchen Themen.
00:56:46: Also ich mache her zum Beispiel Geburtsaufarbeitung und da gehe ich ganz oft mit den Frauen erst einmal spazieren.
00:56:51: Ja das brennt auch.
00:56:53: Aber selber sammeln und dann selber einfach damit es nicht so dieses ich sitze voreinander und muss jetzt irgendwas Tolles sagen sondern
00:56:59: genau.
00:57:02: Da ist ja die Hürde oftmals größer weil man sich das irgendwie viel schwieriger an vorstellen.
00:57:06: Genau.
00:57:07: Das stimmt.
00:57:10: Welche Rolle spielen denn die Blumen für dich in Verbindung mit Abschied und Erinnerung?
00:57:17: Eben, es kommt wieder darauf an.
00:57:18: Wenn's in der klassischen Floristik ist das mit Sicherheit auch symbolisch ganz viel aber für mich meine Art mit Floristikum zu gehen einfach nur mit regionalen und saisonalen Blumen ist tatsächlich das wie ich vorhin gesagt habe dass es ein Wiederkehrendes zu bestimmten Zeitpunkten.
00:57:37: Wenn Tulpen
00:57:37: hat es einfach nur im Frühjahr und dann kann's die Tulpe sein, die jedes Jahr aus dem Boot kommt und dich erinnert an dein Kind.
00:57:43: oder das ist eben bei mir der Milchstern.
00:57:45: den hab ich das erste Mal.
00:57:46: Ich habe den noch nie vorher gesehen aber an dem Tag wo ich Blumen gesammelt habe für das Nest von meiner Tochter waren die Tonnenweise am Wegesrand Und seitdem sehe ich sie jedes jahr in Mai wenig um den Zeitpunkt.
00:57:58: Den hab ich mal jetzt aufgeschrieben bei den Musik-Google'n, denen weiß ihr auch nicht wie es aussieht.
00:58:01: Das ist sehr spannend.
00:58:04: Kannst du bestimmt Rescue tropfen?
00:58:05: Ja, ja.
00:58:06: Das ist eine
00:58:06: der Hauptbestandteile davon und ich habe
00:58:10: in
00:58:10: Liebenkant vorher und bin dann laufen gegangen.
00:58:13: Dann hat meine Mama gesagt, guck, was ist das?
00:58:15: Weil ich hab sie gepflückt.
00:58:15: und dann hat sie gesagt, oh, es ist doch der Star of Battle.
00:58:18: Ham heißt eben auch.
00:58:20: Und dann hat sich gesagt, dass sind eigentlich so die Hauptpflanze von diesen Rescue-Tropfen.
00:58:24: Spannend.
00:58:27: Und seitdem sehe ich sie jedes Jahr.
00:58:30: Und das ist immer im
00:58:31: Mai?
00:58:32: Immer im Mai.
00:58:32: Ja schau, aber du bist ja mindestens am sechsten Mai geboren.
00:58:35: Ja.
00:58:36: Du musst immer anschauen.
00:58:37: Das
00:58:37: mag ich gucken genau.
00:58:38: Ja
00:58:38: unbedingt!
00:58:40: Und es sind so Sachen wo ich merke oder im Sommer wenn du dann irgendwie viel gräser oder solche Sachen hast die du sammeln kannst oder so.
00:58:47: also das sind immer Dinge die dich wie jedes Jahr an den Moment erinnern und dahin führen und mal ein bisschen früher, mal ein bißchen später was ist einfach sehr... Also Da ist es dann weniger, die Rose steht für die Liebe oder so irgendwie.
00:59:01: Sondern wirklich einfach in dem Moment kommt's wieder genau und auch der Kreislauf ist für mich tatsächlich mit einer der wesentlichen Sachen dabei nicht zwingend die Blume an sich sondern eben das nennt Tulpenzwiebeln Boden irgendwann aufbricht und rauskommt, dann wieder einzieht und trocknet.
00:59:24: Im nächsten Jahr taucht sie einfach wieder auf.
00:59:27: Ich glaub, dass man sich da sehr ... genauso wie Sommer-, Winter- und Frühling- und Herbst.
00:59:31: Und die Sachen, das man sich so ein bisschen rein ... Für mich hat es unheimlich viel mit Vertrauen zu tun, dass es weitergeht auch wenn man sich's in dem Moment null vorstellen kann, dass noch mal weiter geht oder dass man jemals wieder glücklich wird oder dass das Leben irgendwann wieder einem schöne Dinge präsentiert sondern dass es ein Grundgesetz der Natur ist, das da dann irgendwann auch wieder aufwärts geht.
01:00:01: Und dass man sich das erlauben darf!
01:00:02: Ich glaube, das ist wirklich auch richtig, dass man nicht verhängen muss in der Zeit, sondern man darf auch wieder das Schöne mitnehmen.
01:00:11: Ohne dass ich was verliere oder vergesse?
01:00:16: Das ist so schön, aber jetzt gerade habe mir zu erinnert... Als wir rausgezogen sind, wo wir jetzt wohnen in die Wohnung.
01:00:25: Da haben wir als erstes einen eigenen Garten und ich habe das immer so schön gefunden mit auch so einem kleinen Teil vom Garten einfach Blumen.
01:00:33: Einfach wilde Blumen, wo dann auch die Bienen und Schmetterlinge und alles kommen.
01:00:37: Und wir haben es dann auch gemacht aber wir haben nur semi-gut hingekriegt.
01:00:42: Also du hast die Linie immer wieder aus oben grau.
01:00:45: Aber in diesen ersten Jahren Ich habe eine Sonne im Blumen.
01:00:50: Und die Sonne in Blumen hat aber dann, ich glaube es war unser Karten, wir wissen das nicht genau umgeknickt und dann haben wir schon gedacht okay, die Sonnenblume wird nicht mehr.
01:01:01: Aus diesem Knick ist sie dann nach oben und da hab ich mir gedacht, ich hab das so faszinierend gefunden und gesagt ja genauso ist es.
01:01:09: Genau!
01:01:09: So sind wir Sternenkindmamas.
01:01:11: Wir haben diese Knick erlebt.
01:01:13: man denkt so, das Leben ist vorbei Und dann geht es weiter.
01:01:17: Das
01:01:18: ist mir gerade wieder eingefallen, zu schön.
01:01:20: Und das sind so Bilder die bleiben einfach und ich glaube das zeigt ja schon sehr wie viel... Ich glaube das geht eben auch ein bisschen verloren.
01:01:26: Wie weit wir mit da reingehören in den Kreislauf von so Natur dass das genau einfach auch seit Jahrmillionen kommt hier auf die Erde und kommt und geht und wer weiß in welcher Form.
01:01:39: Ja, deswegen liebe ich auch diesen Podcast.
01:01:41: Weil genau darum geht es eben, dass man denkt so okay es geht nicht weiter und dann entstehen so viele schöne Dinge da raus.
01:01:49: Und das hat auch so viele positive Veränderungen im Leben.
01:01:53: Also als du anfangs gesagt hast damit... Diese, dass man wirklich so die Prioritäten verschieben sich.
01:01:58: Man schaut was ist mir denn wirklich wichtig?
01:02:00: Man startet Dinge, die man vielleicht sonst niemals gestartet hätte.
01:02:04: Ich
01:02:04: bin nicht zuständig
01:02:06: gegangen.
01:02:06: Da hätte ich da vorwahrscheinlich immer gedacht und habe keine Ahnung machen müssen.
01:02:12: Und dann macht man es halt einfach.
01:02:14: Was bitte soll Schlimmes passieren?
01:02:15: Ich hab das Schlimmste überlebt.
01:02:16: Genau!
01:02:17: Das war die Wurst.
01:02:19: Ja, genau.
01:02:19: Genau!
01:02:21: Und das
01:02:21: finde ich auch und auf der anderen Seite fand ich auch immer faszinierend oder immer noch find' ich immer noch fasziniert es ist wie weit die Kreise gehen also wie viele Leute auf einmal erzählen von Geschichten und sagen hey das hab ich erlebt oder habe ich meine Schwester hat oder wer auch immer sind so wie ein Stein der ins Wasser fällt und das geht soweit raus bringt so viele Leute in Berührung mit Themen.
01:02:45: Also, was
01:02:46: ich dann auch von meinen Großeltern oder von Markus, also vom Mann die Großelter und da erzählt haben von Kindern, die sie verloren haben im Krieg.
01:02:53: Oder die ... Was weiß ich?
01:02:55: All die Sachen, wo sie gesagt hat, das hatten wir bei uns gar nicht ersetzt.
01:02:59: Aber wo du sagst, stimmt es!
01:03:00: Ich hab selber auch Kinder verloren, gar nie drüber gesprochen.
01:03:03: Ja, Wahnsinn.
01:03:04: Vielleicht sogar
01:03:04: allein gewesen in der Zeit irgendwie.
01:03:07: Und voll schnell war's.
01:03:08: Ja.
01:03:08: Das ist schon weit mit drin.
01:03:12: Mhm.
01:03:13: Die Dinge, die man da so ...
01:03:16: Ja.
01:03:17: Wenn man so ein wenig zurückschaut, die Generationen... Also das kam immer irgendwie vor und wenn ich mir denke mein Opa zum Beispiel, es waren
01:03:26: zehn
01:03:27: Kinder, die lebend geboren wurden.
01:03:31: Und dann denkt man ja wie viele gab's da vielleicht auch die nicht lebendgeboren wurden?
01:03:35: Aber das hinterfrags ja ewig nicht.
01:03:38: Es waren zehn Kindern.
01:03:39: aber
01:03:40: Und meine Oma hat glaube ich vier geboren und vier verloren.
01:03:47: Die sagt zum Beispiel auch, aber damals wusste man so früher noch gar nicht dass man schwanger ist.
01:03:52: Man wusste ja vielleicht der fünften Woche.
01:03:54: Vielleicht hast du es geahnt oder gespürt weil du die kennst.
01:03:57: Aber jetzt nicht, weil's ein Test gab der gesagt hat.
01:04:00: Jetzt bist du schwanger.
01:04:02: Da
01:04:02: war sie wirklich dann vielleicht später eine Blutdung?
01:04:04: Genau!
01:04:05: Dann hat sie auch gesagt Sie könnt jetzt auch gar nicht sagen, ob das vielleicht einfach dann manchmal noch eine Schwangerschaft war.
01:04:12: Da wäre man auch nicht zum Arzt gegangen damals.
01:04:14: Das
01:04:15: stimmt.
01:04:16: Es sind so viele verschiedene Faktoren, glaube ich, die einfach mit rein spielen.
01:04:22: Ja und deswegen ist es schon gut, dass wir jetzt schon sehr, sehr anderen Umgang haben damit.
01:04:27: Also wenn du immer denkst, die haben früher die Kinder teilweise nicht mehr gesehen?
01:04:31: Und die trauern ja ihr ganzes Leben.
01:04:35: Ach, das ist wirklich, also kaum Vorstellbar.
01:04:37: Nee, das
01:04:38: kann man sich wirklich nicht vorstellen.
01:04:39: So grausam, was da manchmal so gedacht wurde, dass es nicht braucht oder alles nichts.
01:04:44: Ja
01:04:44: genau, weil das ist ja dann noch schlimmer wenn sie's noch sehen und keine Ahnung, aber das sind so Puzzleteile die fehlen dir dein Leben lang, also das ist jetzt
01:04:53: wirklich...
01:04:53: Und
01:04:53: ich meine, da gibt's ja schon Dinge, die fehl'n dir, wenn du sie gesehen hast.
01:04:56: Wie oft habe ich gedacht mal, ich würde einmal die Augen offen sehen?
01:04:59: Das welche Farbe hatten Sie?
01:05:02: die kleinen Sachen, wo man hier sucht.
01:05:05: Ich meine das geht mir heute noch so.
01:05:06: wenn ich Kinder in ihrem Alter sehe dann denke ich immer auch würde ich gerne also bei den anderen Vierweise nicht was es war.
01:05:13: Ja
01:05:15: klar ist da einfach mehr Erinnerung dann Schauke und noch mehr die Frage
01:05:19: genau wie
01:05:19: würde sie jetzt aussehen?
01:05:22: Was wäre das einfach für ein Mensch?
01:05:25: Und wir hatten letztes mal hat wir meine ich weiß gar nicht eine Freundin von meiner Tochter mit dabei, die zwei Jahre jünger ist wie sie.
01:05:35: Und dann habe ich so gedacht, ja so wird das vielleicht ausschauen wenn alle hier wären oder...
01:05:39: Ja genau.
01:05:41: Das haben so viele auch nicht auf dem Schirm dass es eben ein Leben lang bleibt.
01:05:45: Dass es nicht irgendwann weg geht diese Gedanken sondern dass man immer an diese Kinder denkt, bei mir jetzt ist ja eben beim Spanien jetzt ist er jetzt im Mai
01:05:55: und
01:05:55: Dann ist das auch wieder so präsent, dann denkt man wieder okay zu dir und derzeit war jetzt noch schwanger.
01:06:00: Und dann kommt es und dann wird die ein Tag und genau das bleibt einfach.
01:06:04: Ja und ja der Schmerz wird weniger.
01:06:07: also das erlebe ich schon oder
01:06:08: anders?
01:06:09: Anders, Genass von Änderzehe.
01:06:11: Und die freuen mir mittlerweile immer über Dinge.
01:06:14: wenn ihr wieder ein Ehemann erinnert wir es ist irgendwann schön aber es bleibt Es bleibt immer.
01:06:20: Ja
01:06:20: das ist so der Gedanke da dran bleibt und die Sehnsucht bleibt.
01:06:25: Der Schmerz an dem Tag ist für mich zum Beispiel schon jetzt sind es sieben, dreizehn Jahre und trotzdem ist an dem Geburtstag oder auch an dem Todestag also bei mir sind sehr drei Tage vorher sozusagen.
01:06:35: Ich ist ebenso dass ich morgens aufwache und denke oh ja Heute denke ich an dich, das hört glaube ich nicht auf.
01:06:42: Und die Sehnsucht vor allem so einfach zu jemanden... Klar!
01:06:48: Ich würde schon auch sagen manchmal habe ich das Gefühl, ich spüre sie trotzdem um mich in vielen Situationen und es ist trotzdem auf der Erde was anderes wie wenn du den Namen nehmen könntest.
01:06:57: Die Sehensucht bleibt glaube ich grundsätzlich.
01:06:59: oder die Fragen die die Kinder manchmal haben oder meine Tochter wo sie eben manchmal, weil damals wollte sie nicht mit.
01:07:06: Sie hat dann den Krankenhaus her, die hat immer gesagt, nee, weißt du?
01:07:08: Wir sehen uns bald wieder, hat sie immer gesagt.
01:07:10: Hat mich so auf dem Bauch geküsst und gesagt, tschüss!
01:07:12: Und wir sehen uns mal wieder.
01:07:14: oder sie saß am Tisch und hat gesagt da ist eine Nudel für dich.
01:07:19: Ich esse eine weg für dich.
01:07:21: aber sie wollte ihn damals nicht ins Krankenhaus mit.
01:07:24: und dann hat sie aber zwei Jahre drei Jahre später hat sie irgendwann gesagt Warum hab ich denn nicht ... Ich hab sie gar nie sehen dürfen.
01:07:31: Dann hab ich damals auch gedacht, aber wir hätten auch einen Krankenhaus.
01:07:34: Hätten Sie das nicht erlaubt?
01:07:37: Auch das finde ich irgendwie schon noch gelb da.
01:07:40: Da war's so, dass ich gedacht habe, wir trauen sie dem Kind wie nicht zugel, dass es mir machbar ist und die da übergehen können.
01:07:47: Das hätte das Krankenhaus auch nicht erlaubt!
01:07:50: Dass da Geschwisterkinder sich verabschieden können.
01:07:54: Nein, das ist schon noch ... Ja, jetzt eine ganze Zeit her.
01:07:58: Und es war wirklich eher ... Ich hätte sogar tatsächlich zur Geburt eigentlich ne männliche Hebamme gehabt.
01:08:04: Weiß gar nicht wie das heißt?
01:08:05: Geburtshelfer wahrscheinlich oder so?
01:08:06: Ich
01:08:06: glaub die heißen sogar auch Hebammen drauf.
01:08:09: Und ich hatte da so Mühe damit.
01:08:12: Das hat mir fast für ihn Leid getan aber ich war irgendwie ... Hat's nicht so für mich
01:08:18: gepackt
01:08:19: und ja... Die haben dann noch mal gewechselt intern und ich war sehr dankbar.
01:08:23: Ebermilf habe ich mit ihr heute noch Kontakt.
01:08:27: Die war von Ärzte ohne Grenzen.
01:08:30: War ganz viel in Krisengebieten und so, die waren so geerdet und so präsent und aber so ruhig dabei.
01:08:40: Und das hat so gut getan.
01:08:41: da habe ich so gedacht ja der Mann der hat mir also es hat mir leidgetan für ihn aber der war so nervös er hat permanent übers Wetter und so geredet und ich hab immer gedacht Es fasst nicht aus.
01:08:53: Er überfordert
01:08:54: einfach mit
01:08:55: der Situation.
01:08:56: und ja, aber wie schön das dann auch für die gesagt hast ist
01:08:58: es
01:08:59: nicht geil weil es gibt ja viele Frauen, die sich vielleicht denken naja
01:09:03: sie
01:09:03: jetzt durchge ist jetzt so und eigentlich darf man auch da also ja mutig immer wenn's wirklich gar nicht passt.
01:09:09: Wollt mir dass man halt fragt ob nicht noch wer anderer da ist
01:09:12: genau
01:09:12: weil es ist so wichtig wer da da ist.
01:09:14: es is so entscheidend
01:09:18: was ich fand was sie ganz toll gemacht haben Ich wollte ja eigentlich eine Ausgeburt.
01:09:25: Und
01:09:26: die Hebammen haben dann gesagt, ich soll einfach einen Zettel nehmen und alles drauf schreiben was mir wichtig ist dass ich nicht reden will das ich eigentlich im Wasser sein will, dass ich meine Ruhe haben will, ob es Musik gibt, die mir gefällt oder irgendwie so Sachen und dass sich das alles aufschreiben soll.
01:09:41: und dann haben sie das vorne an die Tür geklebt und haben dann einfach gesagt, dass beim Schichtwechseln nicht jeder immer fragen muss.
01:09:47: Voll gut!
01:09:49: Dann steht einfach dran, was meine Vorstellung so ist.
01:09:52: Und das
01:09:52: war alles
01:09:53: schön.
01:09:53: Da hab ich so gedacht, dass wäre auch irgendwie noch hilfreich wenn sowas öffnen geht.
01:09:57: Ich irgendwie weiß nicht wie lang es geht.
01:09:59: Geld, das kannst du ja auch nicht.
01:10:01: Es dann eigentlich heutzutage sagt Geburtplan oder irgendwie so wo es dazugehört?
01:10:06: Wie schön, dass die von der Hebamme aktiv kommen!
01:10:09: Ja, das war super.
01:10:10: Hat mir sehr erleichtert weil da musste ich mich mit jedem neu... Ich habe nur einen Wechsel gehabt und danach ist die SE geblieben bis zum Schluss.
01:10:24: Und da habe ich auch gedacht, auch für die Hebammen... Also die hatte an dem Tag waren es vier Geburten nebeneinander.
01:10:31: Eine normale Geburt, ein Notkaiserschnitt eine Todgeburt und noch mal eine normale Geburte.
01:10:35: Und jedes Mal wenn du in den Zimmer reingehst musst du jemand anders sein.
01:10:39: Am
01:10:40: Schluss saß die Weinen bei mir und hat einfach gesagt er ist zerreißt hier einfach weil man so keine Zeit hat für jeden mit einzutauchen sondern wenn du so wechseln musst zwischen...
01:10:50: Du bräuchtes da eins zu eins?
01:10:51: Genau immer!
01:10:53: Auch für die weiß man auch danach, um
01:10:55: das
01:10:56: mittragen zu können wirklich vom Herzen her und nicht daran zu zerbrechen.
01:10:59: Die ist dann irgendwann später tatsächlich auch Richtung Hausgeburt gegangen weil sie gesagt hat
01:11:03: hält sie mich aus?
01:11:06: Ja kann ich voll verstehen.
01:11:09: bei uns sind jetzt wieder zwei Hebermen in die Hausgeburtshilfe gewechselt was mich natürlich sehr freut weil da gab es bisher zum Beispiel nur eine Die hat keine Erstgebärende begleitet.
01:11:22: Also als Erstgebärende hattest du bei uns quasi bis zu diesem Jahr keine Möglichkeit, Zuhause zu gebären.
01:11:28: und machen
01:11:29: die jetzt möglich.
01:11:30: Und da darf ich meine erste Hausgeburt begleiten.
01:11:35: Das ist so schön!
01:11:37: Und diese Eins-zu-Einsbegleitung ist einfach so wertvoll für alle Beteiligten also auch ja für die Hebermängel.
01:11:43: wenn du sagst... Und ich glaube, wir haben auch viele nicht auf dem Schirm.
01:11:47: Dass da wirklich einmal wenn die da parallel dann ein lebendes Kind, ein totes Kind, das psychisch mit dir macht, gell?
01:11:56: Ins eine Zimmer musste reingehen und strahlen und ich mit Freunden ins nächste muss zu sagen Das wird schon!
01:12:00: Wir kriegen den Kaisern nicht in, klappt alles bei nichts, musste rein gehen und sagen hey es tut mir so leid.
01:12:05: Genau also das ist einfach unmachbar unmenschlich.
01:12:09: Ja,
01:12:10: ja das stimmt.
01:12:11: Deswegen noch spannend weil das ist also rein wenn man jetzt statistisch anguckt, sind ja Hausgeburten bei weitem nicht gefährlicher wie Krankenhausgeburte.
01:12:20: Nur dass eben wenig wenig drüber berichtet wird und da ist also zum Beispiel im Vergleich zur Schweiz Deutschland fast am schwierigsten wegen den Versicherungs-Situationen.
01:12:31: Genau.
01:12:31: Und das ist aber auch eigentlich nur weil die Versicherung in so viel die Macht haben dazu sagen, wie weit es begleitet werden darf und wie lang man zu Hause brauchen, bis man?
01:12:41: Ja genau.
01:12:42: Und
01:12:42: das ist so
01:12:43: schade, weil der Natur soll halt einfach öfter mal wieder vertraut werden und da sind so viele Mythen, denen herumschwirren und so viele Ängste und es gibt ja Studien die ganz klar belegen Es ist genauso sicher wie in Kliniken.
01:12:59: Das
01:13:00: ist so!
01:13:00: Wenn man rein so ein bisschen überlegt was braucht den Geburt welches Setting braucht Geburt welche Hormone fließen dann macht's halt eigentlich auch Sinn.
01:13:08: Man sagt, wenn man da hinkommt, dass man sich zu Hause sicher genug fühlt.
01:13:12: Weil es ist nicht für jede Frau geeignet.
01:13:14: Man muss ihn auch vollkommen sicher fühlen und loslassen können aber...
01:13:18: Und viel Eigenverantwortung bringt es auch mit sich.
01:13:22: Das ist nicht für jeden und ich denke, das muss man auch respektieren genauso wie es anders drum auch gut wäre dass man das respektiert.
01:13:28: wenn jemand sagt Ich möchte es aber eben zuhause oder kurz haus oder was auch immer ja
01:13:32: und nicht dann wieder mit auch sprüchen konfrontieren oder so
01:13:36: Ja also das war schon auch etwas wo ich also wo ich gemerkt habe da war ich relativ.
01:13:42: Also das ist noch ein Teil.
01:13:43: übrigens fällt mir gerade ein ich glaube Was Mir Auch Die Tod Geburt und die kleinen Geburten alle so gebracht haben, ist eine absolute Rigorosigkeit für meine
01:13:54: Geburten
01:13:55: einzustehen.
01:13:56: Für wie ich es haben möchte und was ich nicht möchte oder was ich mir nicht sagen lasse und wie ich mich selber spüre und ob ich da rumlaufe und ob in der Hocke sein will oder irgendwas ohne dass mir jemand sagen kann hey ich kenne deinen Körper besser als du dich selber Und das erlebe ich bei ganz vielen Sternenmamas dass die wirklich, wirklich in den allermeisten Fällen ein Gefühl zu ihrem Körper hatten.
01:14:22: Dass manchmal nicht ernst genommen wird immer noch und das finde ich macht mich manchmal noch fassungslos, dass so viel immer noch weggeredet wird und ganz viele Frauen, die ich kenne, die schon zweimal im Krankenhaus waren, sagen es fühlt sich irgendwie komisch an und man sagt einfach, das sind die wechselnden Hormone oder was weiß ich?
01:14:39: Anstatt wirklich das Ernst zu nehmen und zu sagen vielleicht ist irgendwas doch
01:14:45: Total.
01:14:47: Und dass man da wirklich auch für sich so frech sein darf und sagen kann, auch wenn ich in einem Krankenhaushetting bin, dass ich ernst genommen werde mit allem was ich da an Sachen habe.
01:14:57: Und das hab' ich gemerkt ist, da war ich wie überhaupt nicht mehr kompromiss.
01:15:01: Bereit?
01:15:03: Ja, irgendwas hinzunehmen.
01:15:07: Dass du für dich und deine Rechte einstanden bist.
01:15:11: Weil es ist ja alles dein Recht.
01:15:12: Und
01:15:12: für mein Kind fängt da mal sein auch schon an, gell?
01:15:15: Du bist irgendwie schon in der Schwangerschaft.
01:15:17: Bist du diejenige, die entscheidet für Dich und das Kind!
01:15:21: Ja genau, genau...
01:15:23: Der Haupt-die-Hauptperson, ich glaube auch des von so einer Geburt, ist am Ende der auf die Welt kommt, der da reingeboren wird in so einen Körper und seinen ersten Atemzug macht.
01:15:33: Das gilt irgendwie doch den Raum zu beschützen und zu halten
01:15:37: Ja, und dass man da wirklich seinen Weg finden darf.
01:15:39: Und das ermutigt ja immer alle Sternenmamas, weil es natürlich super unterschiedlich ist, gell?
01:15:45: Die einen kommen dahin und sagen hey ich möchte eben diese Hausgeburt und für andere ist es dieser Wunsch-Einleitung oder die Wunscheinleitungen und die findet es auf alles.
01:15:54: Das ist eine Ebene und da geht nichts besser und schlechter aber... Jede Mama darf eben ihren Weg finden,
01:16:00: egal
01:16:00: mit was die im Außen konfrontiert wird.
01:16:03: Da darf man echt schauen, was ist mein Weg?
01:16:05: Genau
01:16:05: und was brauche ich wirklich?
01:16:07: Ich hatte auch eine Freundin, die wollte alle zwei Wochen in den Ultraschall werden.
01:16:10: Ja voll!
01:16:11: Und einfach wie wissen das noch alles gut ist sonst kann sie nicht mehr schlafen.
01:16:15: und wo ich immer denke auch als andere Mamas die Toleranz rundherum zu haben.
01:16:20: Das in egal welcher Form.
01:16:21: also das finde ich bei Sternenmamas oder bei normalen Schwangerschaften gleich dass man da sich rechtfertigen muss oder so, sondern das ist mir eine unterstützende Stimmung wird als so ein... Was?
01:16:33: Das wäre doch die bessere Variante.
01:16:34: So oder so irgendwas.
01:16:36: Ja genau, nicht verurteilt einfach.
01:16:38: Genau, egal
01:16:39: ob stillen oder Schwangerschaft oder was geburt oder so dass es einfach mehr ein freies ist im Sinne von jeder entscheidet sowie er für sich richtig bindet.
01:16:48: und keins ist besser oder schlechter, sondern wichtig, dass es jeder so trägt.
01:16:54: Wie er's auch tragen kann!
01:16:57: Ach Barbara, ich glaube wir könnten drei Stunden
01:16:58: aufhalten.
01:17:01: Da gibt es irgendwann nochmal einen zweiten Teil, wer weiß... Was mich nur interessieren würde, bzw.
01:17:09: haben wir schon in Kot glaube eigentlich mit der Rolle von deinen Sternenkindern im heutigen Leben?
01:17:14: Also was würdest du sagen, was spielen die noch für eine Rolle?
01:17:18: Ja eben jeder hat seinen Platz bei uns.
01:17:20: Jeder wird in Gesprächen oder mit meinen Kindern hat es seinen Raum.
01:17:28: viel meiner Arbeit natürlich, hat's Raum dass ich darüber spreche.
01:17:34: Oder auch jetzt eben bei der Ausbildung mit dem Trauerbegleiter Sterbengleiter.
01:17:37: da kommt das natürlich.
01:17:39: also ist mit der Antrieb gewesen warum das so kommt ja einfach ein Teil von meinem Leben der mit dabei bleibt
01:17:51: einen großen Einfluss hat.
01:17:54: Wenn du deinen früheren ich eine Nachricht schicken könntest, welche wäre denn das?
01:18:00: Vertrau auf alles was du spürst.
01:18:02: Vertraue darauf was du.
01:18:04: Spürst ist schon richtig so.
01:18:08: Einfach nicht dass außen weiß mehr als du sondern du kennst dich schon gut und alles ist genau...
01:18:14: Die Intuition
01:18:15: Ja!
01:18:16: Ich glaube auch im Hinblick auf meine erste Schwangerschaft war es oft so, dass ich gedacht habe Ich glaube, da hätte ich mir noch mehr gewünscht, dass sich mehr für mich hätt einstehen können.
01:18:25: Und nicht denken, ah wird's schon wissen ist die Hebamme oder der Arzt?
01:18:31: Oder was auch immer so.
01:18:32: Es fühlt sich anders an aber gut dann ist es halt so genau.
01:18:37: Ach
01:18:38: schön.
01:18:39: Ja
01:18:40: und was würdest du Familien sagen, wie sie unsicher fühlen, wie Sie mit ihrer Trauer umgehen sollen?
01:18:47: Das alles okay ist.
01:18:50: Ob Freude, ob Weinen, ob Tränen, ob Wut.
01:18:55: Fassungslosigkeit, all das denke ich darf nebeneinander sein.
01:18:59: und dass es manchmal ist wie Gewitterwolken, dass es wechselt so schnell, dass man sich manchmal gar nicht traut, das zuzugeben oder zu sagen eben Und für mich war's schon so, daß ich immer gedacht habe Ich möchte gern, wie immer noch auch für mein Kind Das da war, noch ein Leben haben wo ich Glück und Freude und Zufriedenheit drin haben darf mit der Gewissheit, hey alles andere ist trotzdem lieb dran dabei.
01:19:28: Und ich glaube, dass das schon ist was wir viel sprechen, dass es eben alles sein darf egal in welcher Forms auftaucht.
01:19:39: auch da gibt's kein richtig oder falsch wie man trauert oder ob der eine will reden, der Andere will nichts reden, Der Nächste will irgendwas machen, der andere will sich verkriechen Okay.
01:19:49: Und ich glaube, dass es gut ist einfach für sich zu spüren was tut mir gut und was brauche ich tatsächlich und das auch irgendwie zumindest jemanden zu sagen der es vertreten kann für einen wenn man gerade in dem Moment vielleicht nicht hat oder nicht gut für sich sorgen kann.
01:20:07: ja
01:20:08: ja gute zumindest eine Person gibt die irgendwie gut für einen Schauen kann so.
01:20:13: Ja, eine Person kann schon einen Riesenunterschied machen.
01:20:15: Und manche
01:20:17: haben nicht mehr gelernt, manchmal ist es nur die eine.
01:20:21: Genau, genau.
01:20:22: Ach schön Barbara!
01:20:24: Vielen Dank!
01:20:25: Sehr gerne, danke
01:20:27: dir!
01:20:27: Eine beeindruckende Geschichte auch und was daraus eben entstanden ist.
01:20:32: Magst du vielleicht noch so zuletzt teilen, wo man dich vielleicht findet?
01:20:36: Ich pack auf jeden Fall auch deine Instagram-Seite und deine Webseite in die Show Notes.
01:20:41: Genau!
01:20:41: Irgendwas, was du teilen möchtest.
01:20:43: ich glaube auch du machst immer mal wieder auch so Sternenfeuer.
01:20:45: Vielleicht einfach wo gibt es das?
01:20:47: wie könnte man dich finden?
01:20:49: Ich glaub dass es tatsächlich auch wirklich auf Instagram oder meiner Website geteilt.
01:20:53: Sonst bin Schwarzenburg und Kantor Bern.
01:21:00: Aber ich bin ganz gut auch internetmäßig zu finden, würde ich sagen.
01:21:04: Also das ist mein bester Marketingmann!
01:21:11: Genau unter der wilden Wiese findet man nicht gut in der Schweiz genau.
01:21:14: Die
01:21:14: wilde Wiese so schön.
01:21:17: Weil da verlinke ich das eben alles.
01:21:19: wenn da jemand sagt dann möchte ich ein bisschen reinschauen und mehr wissen davon.
01:21:22: ja Genau, ich freue mich so schön.
01:21:25: Ich wünsch dir weiterhin damit ganz viel Erfolg, dass noch mehr Sterneneltern auch den Weg zu dir schinden, dass du da einfach schön und gut begleiten kannst.
01:21:34: weiterhin und ganz viel Freude weiterhin auch.
01:21:36: Ja danke schön!
01:21:38: Gleichfalls.
01:21:39: Danke
01:21:39: schön,
01:21:40: dass wir uns so gefunden haben.
01:21:41: Total
01:21:42: schön ja.
01:21:43: Danke, dass sie da war.
01:21:45: Ja, ganz schönen Tag dir.
01:21:46: Ich bin
01:21:47: so.
01:21:47: Ciao Wir sind am Ende dieser Folge angelangt.
01:21:53: Wenn sie dir gut getan hat, freue ich mich wenn du den Podcast abonnierst oder eine Bewertung darlässt.
01:21:59: so finden noch mehr Sternenkindmamas diesen Raum und wenn du magst schreib mir doch gerne auf Instagram.
01:22:04: Ich freu mich von dir zu lesen.
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